Gesprächskreis am 30. Oktober 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 29. Oktober 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 30.10.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Themen sind unter anderem der Banken-Stresstest (thematisiert von Jens Berger auf den NachDenkSeiten), die ausgerechnet von Andrea Nahles (SPD) vorgestellte Gesetzesvorlage zur gesetzlich erzwungenen Tarifeinheit (die auf den NachDenkSeiten aktuell leider in den Hinweisen des Tages versteckt wird) und meine und Bernd Riexingers Antworten darauf, die aufstrebenden Recht-auf-Stadt-Themen im Infocafé Cronopios (AK Recht auf Stadt mit 3 Arbeitsgruppen, dazu ein Vortrag von Andrej Holm am Donnerstag (!), den 20.11., allerdings um 16 Uhr c.t. im Senatssaal der NatFak der Mainzer Universität, sowie mit dem Projektcafé am kommenden Donnerstag, den 6.11., für den wir uns morgen überlegen müssen, ob wir den NachDenkSeiten-Gesprächskreis in den Infoladen umdisponieren wollen) und das Interview von Jens Wernicke mit Werner Rügemer “Klassenkampf 2.0” auf den NachDenkSeiten, der demnächst in eben jenem Cronopios sein Buch vorstellen soll (obwohl ich den Infoladen für eine Veranstaltung wie diese für viel zu eng halte).

Heute Abend schaue ich mir die AG Sozialticket der Stadträte von DIE LINKE und den PIRATEN an und werde morgen berichten, ob für den Verkehrsausschuss am 6.11. oder die kommende Stadtratssitzung irgendetwas Verwertbares vorgelegt oder wenigstens eingeplant werden kann.
Leider hat man den Termin mit 18 Uhr sehr unglücklich gewählt, da schon um 19 Uhr die BI Ludwigstraße im Rathaus ihr dreijähriges Bestehen begeht. Wie soll man denn da konzentriert arbeiten können???

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 16. Oktober 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 15. Oktober 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 16.10.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Um 18:30 Uhr desselben Tages beginnt der Kreisparteitag der Piratenpartei Rheinhessen im Zollhafen, bei dem auch die Frage der Fraktionsgruppe des Stadtrats-PIRATEN mit den Stadträten der LINKEN diskutiert und ggf. beschlossen wird. Die Basis der LINKEN geht davon aus, dass sich nichts ändern wird, die Ansprüche der BasisPIRATEN sind über deren Mailingliste noch nicht wirklich ausführlich diskutiert worden; manche scheinen zu meinen “Augen zu und durch“. Ich gewinne fast den Eindruck, dass selbst unter PIRATEN meine Ansprüche an die piratige Seite der gemeinsamen Fraktion die weitestgehenden sind…

Mein persönlicher Anspruch wäre: Konstituierung einer neuen Fraktion in der gebotenen Öffentlichkeit (also nicht nur parteiöffentlich) mit Wahl einer/eines Fraktionsvorsitzenden, mindestens einer/eines stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Bestellung eines Geschäftsführers/einer Geschäftsführerin sowie eine Neuzuteilung von Ausschüssen und (wo gewünscht, bei den LINKEN eher nicht) Aufsichtsräten. Dann wäre auch die Scharte bei der absurden und von der LINKEN Basis leider nahe widerspruchslos hingenommenen Geheimkonstituierung der Fake-Fraktion DIE LINKE ausgewetzt.

Das Treffen der LINKEN Stadträte am Montag (das sie “Fraktionssitzung” nennen) wurde – im Rahmen der mageren Tagesordnung (1. Begrüßung / 2. Berichte / 3. Gestaltung der Fraktionsgruppe / 4. Veranstaltungen (TTIP, Lesselallee) / 5. Termine der Fraktion / 6. Sonstiges / 7. Personalangelegenheiten) – erfolgreich absolviert, war dabei aber politisch nahezu uninspiriert und musste über eine Redner_innenliste gebändigt werden, obwohl außer den 3 LINKEN Stadträten, dem Stadtrat der PIRATEN, dem designierten GF einer zukünftig irgendwann mal offiziell zu konstituierenden Fraktion und 2 (ausschließlich LINKEN) Gästen niemand da war…

Auch bundesweit macht DIE LINKE Sorgen, weil einige Bundestagsabgeordnete der LINKEN dazu tendieren, Kriegseinsätzen der Bundeswehr zuzustimmen, und weil in Thüringen ein Koalitionsvertrag unterzeichnet werden solle, der die DDR als “Unrechtsstaat” diffamiert. Was an sich schon abstrus ist, hat darüber hinaus als nationale Frage in einem Länder-Koalitionsvertrag nichts zu suchen und sollte insbesondere nicht einem aus dem Westen stammenden Ministerpräsidenten zur Beantwortung überlassen werden. Statt dass aber der Bundesvorstand einschreitet und untersagt, dass die Errungenschaften der DDR auf diese schäbige Weise relativiert werden, wird offenbar umgekehrt die “Partei davor gewarnt, die in Thüringen mit Grünen und SPD gefundene Formulierung zur DDR-Vergangenheit zu relativieren”…

Die Diskussion der LINKEN u.a. mit Erfurter (also Thüringer!) Genoss_innen am 8. Oktober im “Schwayer” im Rahmen eines informellen Treffens (nachdem dem Vorstand der geplante Parteitag verhagelt worden war) zum Thema “Unrechtsstaat” war ausgezeichnet! Wer da nicht dabei war, hat wirklich ein politisches Highlight verpasst! (Unter anderen fehlten die PIRATEN bei diesem Ereignis merkwürdigerweise….)

Ein toller Erfolg war die Bezirkskonferenz ver.di Rhein-Nahe-Hunsrück. Sie stellte sich geschlossen gegen die ASMK und ihre Rechtsvereinfachungspläne im SGB II!
Die Bezirkskonferenz ver.di Rhein-Nahe-Hunsrück hat am 11.Oktober 2014, den Antrag D 001 des Bezirkserwerbslosenausschusses ver.di Rhein-Nahe-Hunsrück (Lfd.-Nr. 1017), “Durchsetzung einer Rechtsvereinfachung nach dem SGB II nur im Sinne der Betroffenen”, einstimmig wie folgt beschlossen:
Wir lehnen jede rechtliche Verschlechterung in Folge einer sogenannten Rechtsvereinfachung, die von der Arbeits- und Sozialministerkonferenz unter Vorsitz von Rheinland-Pfalz vorbereitet und beschlossen werden soll, ab. Wir sind für die strikte Einhaltung der Mindestvorgaben des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Februar 2010. Wir lehnen jede rechtliche und tatsächliche Verschlechterungen für die Langzeiterwerbslosen und ihre Familien ab.
Begründung: Schon die sachwidrige Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe auf dem Niveau der Sozialhilfe hat die grundrechtliche Situation der Betroffenen teilweise extrem verschlechtert. Dieser falsche Schritt ist zu korrigieren, anstatt durch immer weitere Verschlimmbesserungen den Karren immer tiefer in den Dreck zu fahren.
Nach der Annahme erfolgt sogar noch die – vom Antragsteller gar nicht weiter intendierte – Weiterleitung an die Landesbezirkskonferenz ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland am 6. und 7. März in Frankenthal.

Die heute endende Petition des ver.di-Bezirks Mittelfranken gegen die Sonderrechtszone Hartz IV war leider ein Rohrkrepierer, bei der nicht einmal ver.di-Chef Frank Bsirske das Fiasko abwenden wollte oder konnte. Das Desaster zieht die Mobilisierungsfähigkeit von ver.di massiv in Zweifel…

Auch die NachDenkSeiten haben sich beschäftigt mit dem LINKEN Schlingern auf US-Interventionskurs, mit dem Großmachtanspruch Deutschlands, mit der Diskriminierung und Ausgrenzung von Jugendlichen durch “dumpfe Reiz-Reaktions-Schemata statt soziale[r] Komplexität” bei den Mindestlohnausnahmen, mit TTIP und der Haltung der SPD(-Linken) dazu und – neben anderen Punkten – mit der vernichtenden Kritik Heiner Flassbecks an der Gemeinschaftsdiagnose – “Ein Dokument des Versagens auf allen Ebenen” und weiter: “Die neue Gemeinschaftsdiagnose (GD) einer Gruppe von Wirtschaftsforschungsinstituten (…) ist die Zeit nicht wert, die man zu ihrer Lektüre benötigt. Es ist ein inhaltlich so dünnes Werk, dass sich die Auseinandersetzung damit kaum lohnt. Interessant ist nur, wie der Mainstream in seinen Prognosen und in seinen Prognoseirrtümern zeigt, dass er eigentlich nichts über das System weiß, über das er schreibt und andere Leute zu belehren versucht. Wer ideologische Scheuklappen trägt, kann die Welt nicht so sehen, wie sie ist…”

In diesem Sinne wünche ich uns gute Diskussionen ohne ideologische Scheuklappen! ;-)

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 25. September 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 25. September 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 25.09.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Die Aktionswochen zur Kampagne “AufRecht bestehen!” gegen die sog, Rechtsvereinfachung im SGB II (=Hartz IV) haben am Mittwoch in Mainz begonnen. Das Flugblatt der Mainzer Initiative gegen HARTZ IV, “Hartz IV so schön – kaum noch auszuhalten!“, ist online.

Zugleich geht die Petition gegen die Sonderrechtszone Hartz IV an den Start. Bitte mitzeichnen unter Kurzlink: http://t1p.de/ctzd
Dieser Kurzlink ist identisch mit der ausführlich ausgeschriebenen Internet-Adresse https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_08/_19/Petition_54191.html

In meiner Umgebung gibt es massenhaft Leute, die mir sagen: “Wir haben doch noch keinen Unrechtsstaat!” oder: “So weit, dass keine andere Abhilfe als eine rechtsstaatliche mehr möglich ist, sind wir noch lange nicht!” oder: “Solange es den Leute noch so gut geht, wird es keine Revolution geben!“… Tja, und dann kommt diese christliche Rockband Nickelback und verkündet, dass wir “on the edge of a revolution” stehen!
Mit Zeilen wie: “Hey, hey, just obey/Your secret’s safe with the NSA/In God we trust or the CIA?”, “Wall Street, common thief/When they get caught they all go free” oder “Same shit, different day/Can’t keep fed if I can’t get paid” werden sehr aktuelle Bezüge verarbeitet. Auch die allgemeine Meinungsmache wird thematisiert: “No, we won’t give up, we won’t go away/’Cause we’re not about to live in this mass delusion/No, we don’t wanna hear another word you say/’Cause we know they’re all depending on mass confusion”. Fazit: “No, we won’t lay down and accept this fate/’Cause we’re standing on the edge of a revolution”//”We’ll all be dead if this shit don’t change/Standing on the edge of a revolution”…

Die NachDenkSeiten weisen noch einmal auf die wichtige Rolle der Kritik des ARD-Programmbeirats an der Einseitigkeit der Ukraine-Berichterstattung hin.
“Die Anstalt”, die ZDF-Politsatire “Die Anstalt” mit Max Uthoff und Claus von Wagner hat diese Kritik und alles Kritikwürdige in einem sensationellen, live eingespielten Ukraine-Krisen-Szenario dargestellt und und besonders die ARD und auch die “Zeit” kongenial aufgegriffen.

Spannend bleiben die Kämpfe um TTIP und CETA. So, wie CETA erst einmal auf Eis liegen solle, hat die EU-Kommussion auch die Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP ausgebremst. Die machen jedoch einfach weiter – und erkämpfen sich die Fortsetzung auch juristisch.

“Rote Linien” der SPD bei Freihandelsabkommen mit Kanada längst überschritten

Der SPD-Parteikonvent verabschiedete ein Papier, das “Rote Linien” festschreibt, die bei den Verhandlungen mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) nicht überschritten werden dürften. In der Realität sind diese jedoch längst überschritten. Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Klaus Ernst, forderte den SPD-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Gabriel daher auf, den jetzigen CETA-Vertragsentwurf umgehend aus dem Verkehr zu ziehen.

Macht er aber nicht…
Sonst hätten wir ja nichts zu diskutieren!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 18. September 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 18. September 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 18.09.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am
Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Die Wahlen in Brandenburg und Thüringen sind gelaufen – und lassen Demokraten einigermaßen ratlos zurück…, aber auch die Parteien. Roberto de Lapuente hat das Wahlergebnis mal wieder auf Basis der Wahlberechtigten umgerechnet.

Und da es dasselbe Blog ist, in dem Bundespräsident Joachim Gauck zur Hälfte seiner Amtzeit einer rundherum gelungenen Beurteilung unterworfen wird (wobei ich noch einiges zur Person und den Vorab-Erwartungen an die Person hinzuzufügen hätte), auch hier ein Direktlink.

Heute herausragendes Thema ist natürlich die Abstimmung der Schotten über ihre Unabhängigkeit bzw. Loslösung von Großbritannien. Jens Berger unterzieht die Konsequenzen von “Schottland stellt die Systemfrage” auf den NachDenkSeiten einer eingehenden Betrachtung.

Schon am Mittwoch gab es dazu einen tollen “auslandsjournal“-Beitrag zum Thema, in dem der ZDF-Reporter an den Highland Games teilnahm, beim “tossing the caber” (Baumstammwerfen) jedoch den Twist nicht hinbekam… – was allerdings an diesem Tag außer einem aus Polen Eingewanderten keinem Teilnehmer gelungen sein soll.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 11. September

Posted in Gesprächskreistermine on 10. September 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 11.09.2014, um 19:30 Uhr wie
gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am
Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

An einem 11. September ist die Auswahl eines Gesprächsthemas aus dem Themenkreis “Konflikt” wohl besonders naheliegend… Auch die NachDenkSeiten beschäftigen sich damit aktuell intensiv, zumal die Meinungsmache ungezügelt weitergeht. Die Grenze geht manchmal mitten durch die Menschen: Fritz Pleitgen hat bei “hart aber fair” Bundeskanzleramtsminister Altmeier mit seiner scharfen Kritik ordentlich eingeschenkt – und an anderer Stelle gesagt, er fände die Zurückhaltung von Merkel und Steinmeier sehr gut… Was denn nun??

Das geht sogar so weit, dass man bei Interviews mit beiden Bundesvorsitzenden der Partei DIE LINKE, mit Bernd Riexinger und mit Katja Kipping, so tut, als habe Bundespräsident Joachim Gauck auf der Danziger Westerplatte gar nicht gesagt, was er nun einmal gesagt hat.

WDR-Moderator Frank Wörner: “Was genau meinen Sie denn in der Rede? Ich finde diese Stellen nicht.

Deutschlandradio-Redakteurin Sandra Schulz: “Sagen Sie uns noch mal [*], woran Sie diese Zuspitzung festmachen, die Sie gerade gesagt haben, dass der deutsche Bundespräsident mit Krieg gedroht hat. Das dürfte, soweit ich die Stimmen gesehen habe, eine absolute Einzelmeinung sein.

[*] Zu diesem Zeitpunkt hatte Katja Kipping ihn (sinngemäß) mit folgender Aussage schon dreimal zitiert:

Bundespräsident Joachim Gauck: “Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen.

Das meint nun einmal im Klartext: “Von mir aus lassen wir Deutschen es auf einen Krieg mit Russland ankommen!” oder global: “Kriegspolitik”, nicht “Politik”; “Kriegswirtschaft”, nicht “Wirtschaft”; “Kriegsbereitschaft”, nicht Verteidigungsbereitschaft”; schließlich: “Krieg”, nicht “Frieden”!

 

Wenn ich am Samstag in Berlin bin, könnte ich die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Netzwerks Grundeinkommen besuchen – und wäre vollkommen im Reinen mit mir!
Würde ich am 20. September nach Berlin fahren, würde eine Grenze, wie ich sie oben mit Fritz Pleitgens Beispiel schilderte, durch mich hindurch gehen: Zwei Kundgebungen/Demonstrationen finden dort statt, nämlich der “Marsch für das Leben” und die Kundgebung “Leben und lieben ohne Bevormundung“. Letztere wird von meiner Partei DIE LINKE unterstützt – mich würde man aber (bei allen fragwürdigen Argumenten, die man dort auch vernehmen würde) beim Marsch für das Leben antreffen. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zeigt mit dem Slogan “Mein Körper, meine Verantwortung, meine Entscheidung.“, mit der Selbstbeschränkung auf “Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!” und der doppelten Diffamierung der – von ihnen ganz freundlich so benannten – Abtreibungsgegner_innen, diese forderten beim “Marsch für das Leben” das “totale Verbot und die Bestrafung [Nein! MB] aller [Nein! MB] Schwangerschaftsabbrüche”, dass sie das gesellschaftliche Problem nicht erkennen oder es – auf einem Auge blind – verleugnen und vor allem, dass sie an einem Diskurs gar kein Interesse haben. Die ideologische Grundlage der Teilnehmer_innen des Marsches für das Leben bilde “ein reaktionäres, christlich-fundamentalistisches Weltbild, in dem der Schwangerschaftsabbruch als eine ‘vorgeburtliche Kindstötung’ dagerstellt wird.” Die ganze Bündniserklärung vermeidet aber peinlichst auszudrücken oder darzustellen, zu definieren oder überhaupt irgendwie einzuordnen, was denn das Bündnis unter einem “Schwangerschaftsabbruch” verstehen mag… Wahrscheinlich wundert sich bei diesem Bündnis niemand darüber, dass anti-reaktionäre Anarchisten und kritische Naturwissenschaftler zu demselben Ergebnis kommen wie die ach so reaktionären christlichen Fundamentalisten…

Auf tolle Diskussionen freut sich

Manfred Bartl

Gesprächskreis am 14. August 2014

Posted in Gesprächskreistermine with tags , , , on 13. August 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 14.08.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Themen sind auf jeden Fall die Eskalation des Konflikts mit Russland mit dem vorläufigen Höhepunkt des kindischen Geschreis aus dem “Westen” (dem ich persönlich mich angesichts solcher Dummheit nicht mehr zugehörig fühle) als Antwort auf die russischen Reaktionen auf EU-Sanktionen, die Eskalation im Irak, wo die USA offenbar – mal wieder – Krieg ohne Kriegserklärung führen, die Eskalation in Libyen, der deeskalierend auf den Weg geschickte Hilfskonvoi in die Ukraine, der als Eskalation ankommen könnte, und die vielleicht doch noch gelingende Deeskalation in Israel. Auch wenn diese globale Kriegsproblematik natürlich ungeheuer frustrierend ist…

Im Infoladen Cronopios startet am Donnerstag die Hartz IV-/Sozialberatung mit zurzeit zwei, auf lange Sicht schon vier MitstreiterInnen (dann jeden Donnerstag 15 bis 18 Uhr) und ich versuche, eine gedruckte Zeitung für den Infoladen, für die Zanggasse und für das Stadtviertel herauszugeben; zwei Mitstreiter sind auch hier bereits an Bord.

Weitere Themen sind evil Google und innocent Ecclestone, Impressionen aus der “Frankfurter Rundschau”, die ich vergangene in meinem Weblog thematisiert hatte, außerdem mein Nachahmer unter den oberen Zehntausend, ein Investment-Banker, der fünf Jahre lang (quasi) schwarz gefahren ist, bevor er aufflog und seinen Job bei BlackRock aufgeben musste, die Pläne der RMV, mehr Kontrolleure auf die Fahrgäste zu hetzen, weil Schwarzfahren so viel Schaden anrichte – ohne zu verstehen, dass mehr Kontrolleure zunächst nur mehr Geld kosten und angesichts der gesellschaftlichen Verhältnisse um echte Not gar nicht mehr Geld in die Kassen spülen werden – zumal das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen in Essen gerade entschieden hat (Az.: L 12 AS 214/12 ), dass Hartz-IV-Bezieher vom Jobcenter kein extra Geld für die Teilnahme an Demonstrationen bekommen; der Bedarf für die Teilnahme an solchen Veranstaltungen werde über die Positionen “Freizeit, Kultur, Unterhaltung” und “Verkehr, ÖPNV/Fahrräder” abgedeckt…. – der nicht einmal für den lokalen ÖPNV reicht! LOL Was ist das Motto solcher Richter?Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Bis morgen Abend!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 25. Juli 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 23. Juli 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 24.07.2014, um 19:30 Uhr im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz-Neustadt) zum nächsten NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Vergangenen Mittwoch war die konstituierende Sitzung des Mainzer Stadtrates, die allerdings wenig mehr Programmpunkte umfasste als die Verabschiedung der ausscheidenden Stadträte und die Besetzung der Ausschüsse, Beiräte und Aufsichtsräte im Bulk-Verfahren (also alle auf einmal unter Verwendung von vorgefertigten Vorschlagslisten). Seitdem hat sich diesbezüglich – meines Erachtens – nicht viel – zumindest nichts Unerwartetes – getan. Einzelberichte von der Ortsbeiratssitzung Mainz-Neustadt, der Bauausschuss-Sitzung und der Stadtratssitzing – alle am 22.07.2014 – sind natürlich gerne gesehen, da ich selbst bei der Vortrags-, Filmvorfürhungs- und Diskussionsveranstaltung zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Riots im Infoladen Cronopios war.

In Sachen Meinungsmache wurde Groteskes berichtet: Bei der Pressekonferenz zum nächtlichen EU-Gipfel hielt es ZDF-Korrespondent Udo van Kampen für eine gute Idee, der Regierungschefin ein spontanes Ständchen zu bringen. “Happy Birthday”, trällerte der Journalist mit dünner Stimme. Mit rudernden Handbewegungen versuchte van Kampen seine Kollegen zum Mitsingen zu animieren – ohne Erfolg. Die anderen Journalisten blickten peinlich betreten zu Boden – nur ein Kollege zwei Plätze weiter zeigte ein wenig Enthusiasmus. Diesen Text habe ich von Christoph Sydow von SPIEGEL Online übernommen; er ist dort noch stärker im Ton des peinlich Berührten geschrieben….

Zum Gedenken an Robert Kurz gab es auf den NachDenkSeiten einen Kapitalismus-Artikel, der eine ganze Serie ausgelöst hat, deren erste drei Beiträge sehr interessant sind:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22438

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22440

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22459

Dass sich heute Albrecht Müller (“Kapitalismus – wat is dat denn?”) und Wolfgang Lieb (“Ist der Begriff Kapitalismus wirklich ohne Sinn?”) ein bisschen gekabbelt haben, wirkte daneben eher peinlich, zumal für jemanden, der gerade das Online-Seminar DIE LINKE 1 belegt und sich primär mit dem Kapitalismus auseinandersetzt ;-)

Bis morgen Abend!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred

PS: Das attac-Plenum ist erst am nächsten Donnerstag, den 31. Juli 2014!

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