Gesprächskreis am 14. August 2014

Posted in Gesprächskreistermine with tags , , , on 13. August 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 14.08.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Themen sind auf jeden Fall die Eskalation des Konflikts mit Russland mit dem vorläufigen Höhepunkt des kindischen Geschreis aus dem “Westen” (dem ich persönlich mich angesichts solcher Dummheit nicht mehr zugehörig fühle) als Antwort auf die russischen Reaktionen auf EU-Sanktionen, die Eskalation im Irak, wo die USA offenbar – mal wieder – Krieg ohne Kriegserklärung führen, die Eskalation in Libyen, der deeskalierend auf den Weg geschickte Hilfskonvoi in die Ukraine, der als Eskalation ankommen könnte, und die vielleicht doch noch gelingende Deeskalation in Israel. Auch wenn diese globale Kriegsproblematik natürlich ungeheuer frustrierend ist…

Im Infoladen Cronopios startet am Donnerstag die Hartz IV-/Sozialberatung mit zurzeit zwei, auf lange Sicht schon vier MitstreiterInnen (dann jeden Donnerstag 15 bis 18 Uhr) und ich versuche, eine gedruckte Zeitung für den Infoladen, für die Zanggasse und für das Stadtviertel herauszugeben; zwei Mitstreiter sind auch hier bereits an Bord.

Weitere Themen sind evil Google und innocent Ecclestone, Impressionen aus der “Frankfurter Rundschau”, die ich vergangene in meinem Weblog thematisiert hatte, außerdem mein Nachahmer unter den oberen Zehntausend, ein Investment-Banker, der fünf Jahre lang (quasi) schwarz gefahren ist, bevor er aufflog und seinen Job bei BlackRock aufgeben musste, die Pläne der RMV, mehr Kontrolleure auf die Fahrgäste zu hetzen, weil Schwarzfahren so viel Schaden anrichte – ohne zu verstehen, dass mehr Kontrolleure zunächst nur mehr Geld kosten und angesichts der gesellschaftlichen Verhältnisse um echte Not gar nicht mehr Geld in die Kassen spülen werden – zumal das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen in Essen gerade entschieden hat (Az.: L 12 AS 214/12 ), dass Hartz-IV-Bezieher vom Jobcenter kein extra Geld für die Teilnahme an Demonstrationen bekommen; der Bedarf für die Teilnahme an solchen Veranstaltungen werde über die Positionen “Freizeit, Kultur, Unterhaltung” und “Verkehr, ÖPNV/Fahrräder” abgedeckt…. – der nicht einmal für den lokalen ÖPNV reicht! LOL Was ist das Motto solcher Richter?Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Bis morgen Abend!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 25. Juli 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 23. Juli 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 24.07.2014, um 19:30 Uhr im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz-Neustadt) zum nächsten NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Vergangenen Mittwoch war die konstituierende Sitzung des Mainzer Stadtrates, die allerdings wenig mehr Programmpunkte umfasste als die Verabschiedung der ausscheidenden Stadträte und die Besetzung der Ausschüsse, Beiräte und Aufsichtsräte im Bulk-Verfahren (also alle auf einmal unter Verwendung von vorgefertigten Vorschlagslisten). Seitdem hat sich diesbezüglich – meines Erachtens – nicht viel – zumindest nichts Unerwartetes – getan. Einzelberichte von der Ortsbeiratssitzung Mainz-Neustadt, der Bauausschuss-Sitzung und der Stadtratssitzing – alle am 22.07.2014 – sind natürlich gerne gesehen, da ich selbst bei der Vortrags-, Filmvorfürhungs- und Diskussionsveranstaltung zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Riots im Infoladen Cronopios war.

In Sachen Meinungsmache wurde Groteskes berichtet: Bei der Pressekonferenz zum nächtlichen EU-Gipfel hielt es ZDF-Korrespondent Udo van Kampen für eine gute Idee, der Regierungschefin ein spontanes Ständchen zu bringen. “Happy Birthday”, trällerte der Journalist mit dünner Stimme. Mit rudernden Handbewegungen versuchte van Kampen seine Kollegen zum Mitsingen zu animieren – ohne Erfolg. Die anderen Journalisten blickten peinlich betreten zu Boden – nur ein Kollege zwei Plätze weiter zeigte ein wenig Enthusiasmus. Diesen Text habe ich von Christoph Sydow von SPIEGEL Online übernommen; er ist dort noch stärker im Ton des peinlich Berührten geschrieben….

Zum Gedenken an Robert Kurz gab es auf den NachDenkSeiten einen Kapitalismus-Artikel, der eine ganze Serie ausgelöst hat, deren erste drei Beiträge sehr interessant sind:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22438

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22440

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22459

Dass sich heute Albrecht Müller (“Kapitalismus – wat is dat denn?”) und Wolfgang Lieb (“Ist der Begriff Kapitalismus wirklich ohne Sinn?”) ein bisschen gekabbelt haben, wirkte daneben eher peinlich, zumal für jemanden, der gerade das Online-Seminar DIE LINKE 1 belegt und sich primär mit dem Kapitalismus auseinandersetzt ;-)

Bis morgen Abend!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred

PS: Das attac-Plenum ist erst am nächsten Donnerstag, den 31. Juli 2014!

Gesprächskreis am 17. Juli 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 17. Juli 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Die FIFA Fußball WM 2014 in Brasilien ist vorbei – und “wir sind Weltmeister”! Das ist auch der Titel des Flugblatts der Mainzer Initiative gegen HARTZ IV, das gestern beim Jeden-Monat-Infostand verteilt wurde.

Link zum “Wir sind Weltmeister!”-Flugblatt online

Wir treffen uns heute, am Donnerstag, den 17.07.2014, um 19:30 Uhr im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz-Neustadt) zu einem entsprechend weltmeisterlichen NachDenkSeiten-Gesprächskreis!!

Die Fußball WM sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Ich hatte mir einen Sieg der Portugiesen, der Brasilianer und auch der Argentinier über die deutsche Mannschaft nicht unüberlegt gewünscht. Ich hätte uns gerne die grausamen Bilder erspart, die nach dem siegreich absolvierten Endspiel dann doch über uns kamen: Deutsche Fußballspieler flanieren an Bundespräsident und Bundeskanzlerin vorbei und herzen und beglückwünschen sich gegenseitig. Und als ob das noch nicht ekelhaft genug wäre…. “Das war ein Nervenspiel, ich habe so gezittert und gebebt und mich gefragt: Wo ist die Mannschaft, die Brasilien mit 7:1 niedergemacht hat?“, gab der Bundesgauckler zum Besten und machte damit mal wieder herrlich klar, wie er “Freiheit” definiert, nämlich als “meine” oder “unsere Freiheit” mit je nach Kontext chauvinistischem oder nationalistischem, wenn nicht gar militaristischem Beiklang…

Vergangenen Donnerstag Abend ging die konstituierende Sitzung des Ortsbeirats Mainz-Neustadt in ein heftiges Unwetter über, sodass ich mich nicht auf den Weg rüber ins “Jack Inn” machen konnte. Ich bitte alle um Entschuldigung, die möglicherweise auf mich gewartet haben, da ich ein – wenn auch verspätetes – Hinüberkommen die Woche zuvor avisiert hatte! Sorgen hat sich hoffentlich niemand gemacht – die Stadt Mainz hat uns mit drei überraschend köstlichen Weinen überreichlich versorgt! ;-)
Metzger Peter Leussler hat übrigens doch keine Antrittsrede gehalten…

Weitere Themen sind die aktuelle Studie der Otto-Brenner-Stiftung über das Verhalten von BILD und die BamS im Wahlkampf 2013, zwei bloße Hinweise des Tages auf den NachDenkSeiten vom 15. Juli 2014, die aufgrund ihrer Wichtigkeit eigentlich eigene Beiträge sein müssten (bitte selber raussuchen! ;-) ) und natürlich die grandiose NDS-Artikelserie “Die Verkehrung der Welt in mehreren Akten” in drei Teilen von und mit Karl-Heinz Klär.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred

FAZ über Unternehmen mit Anlageproblemen und beliebte Zweitjobs

Posted in Hinweise, Medien, NachDenkSeiten on 16. Juli 2014 by denknachmainz

Auf den “Hinweisen des Tages” der NachDenkSeiten vom 15. Juli 2014 finden sich gleich zwei Themen, Unternehmensliquidität und Zweitjobs, die unter dem Gesichtspunkt der Meinungsmache so wichtig sind, dass sie eigene Beiträge verdienten – zumal beide dasselbe Medium betreffen, nämlich die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ)!

Auch Unternehmen plagen sich mit Anlageproblemen

In unschuldiger Offenheit bestätigt die FAZ die Aussagen von [Heiner] Flassbeck: dass die Großunternehmen heutzutage nicht Nettoschuldner sind (wie es richtig wäre), sondern Nettogläubiger“, kommentiert NDS-Leser J.A. den – eigentlich vom FINANCE-Magazin übernommenen – FAZ-Beitrag “Auch Unternehmen plagen sich mit Anlageproblemen” (dessen URL einen sich alternativ anbietenden Titel “CFOs haben Anlageprobleme” featured). “Die Situation ist völlig absurd und das Resultat einer gescheiterten Politik. Seit Kohl und Schröder wurde behauptet, dass Unternehmen höhere (Real-)Investitionen leisteten, wenn man ihnen nur einen größeren Teil des Volkseinkommens überließe. Empirisch wird hier das Gegenteil berichtet: an (Real-)Investitionen wird nicht im Traum gedacht; die Unternehmen verhalten sich wie Zockerbanken. Weil sie zu viel Geld haben und nicht einmal Anlagemöglichkeiten sehen, die höher als eine mickrige Festgeldverzinsung von 1 Prozent rentieren.” (Hervorhebungen von mir)

Zweitjobs immer beliebter

“JK” kann hier einen herausragenden FAZ-Leserkommentar zitieren und bewertet: “Hier stimmt der Spruch der FAZ, dass dahinter immer ein kluger Kopf steckt. Die Leser der FAZ sind offenbar weniger ideologisch vernagelt als deren (Wirtschafts)[R]edakteure”, nämlich:

“Klar, ältere Menschen bekommen immer weniger Geld und müssen ihre Rente aufbessern, werden viele jetzt mosern. Stimmt nicht ganz. Die machen das aus Spaß. Denn es sind ja Renter, die müssen also nicht mehr arbeiten.
Niedriglohnjobs immer beliebter
Klar, die Arbeitsangebote werden weniger und für Singles/Alleinerziehende ist der Verdienst ja immer noch mehr als Hartz-IV, werden etliche behaupten. Alles falsch. Die Wirtschaft brummt, Fachkräft werden überall gesucht. Schon für 2 Euro die Stunde!
Sterben immer beliebter
Klar, die Lebenserwartung sinkt wieder, vor allem bei Geringverdienern und das hängt zusammen, werden einige behaupten. Stimmt aber nicht. Die wollen nur aufhören, wenn es am schönsten ist. Und das ist ja das Alter, wie hier bewiesen wurde.
Medien immer unbeliebter
Klar, die schreiben nur aus dem Elfenbeinturm und versuchen, die politisch gewollte Massenverarmung argumentativ zu untermauern, werden viele sagen. Stimmt.”

Wie dreist hier von der “Qualitätspresse” relativiert wird, belegt der Textausschnitt, der auch in den NDS-Hinweisen zitiert wird:

“Eine steigende Zahl von Arbeitnehmern in Deutschland geht neben ihrem Hauptberuf einem Minijob nach. In den drei Jahren von Ende 2010 bis Ende 2013 hat sie sich um mehr als 210.000 oder fast 10 Prozent auf 2,68 Millionen erhöht. Das zeigen neue Daten der Bundesagentur für Arbeit, die der F.A.Z. vorliegen. Die Zahl der Erwerbstätigen, die ausschließlich einen Minijob haben, ist dagegen seit 2010 um fast 2 Prozent auf 4,83 Millionen geschrumpft.
Nach einer beliebten Lesart belegt diese Entwicklung, dass Arbeit in Deutschland immer schlechter bezahlt sei. Immer mehr Arbeitnehmer seien auf eine Nebentätigkeit angewiesen, weil der Lohn aus ihrem Hauptberuf nicht mehr zum Leben ausreiche – so schallte es dazu in den vergangenen Jahren regelmäßig aus Gewerkschaften, Grünen und Linkspartei.
Ein genauerer Blick auf die Daten der Arbeitsagentur zeigt indes, dass mit dieser Lesart etwas nicht stimmen kann – schon gar nicht, wenn man gleichzeitig die Ansicht vertritt, dass immer mehr junge Berufseinsteiger in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt würden: Interessanterweise sind es in allererster Linie die älteren Arbeitnehmer, die sich in wachsender Zahl für einen Minijob neben ihren Hauptberuf interessieren.”

Gesprächskreis am 26. Juni 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 26. Juni 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Trotz – oder wegen? – des Fußballspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA um den Einzug ins Achtelfinale der FIFA Fußball WM 2014 in Brasilien ab 18 Uhr findet heute um 19:30 Uhr im – vermutlich vollen – “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz-Neustadt) der NachDenkSeiten-Gesprächskreis statt.

Falls das möglich ist (weil das “Jack Inn” mit dem entsprechenden Schild an der Wand vermutlich nur eine SKY-Lizenz hat), könnten wir dort um 20:15 Uhr den Am Donnerstag um 20:15 Uhr werden das Gelöbnis und die GelöbNix-Demo Thema beim SWR “zur Sache Rheinland-Pfalz!”-Beitrag zum Bundeswehr-Gelöbnis in Mainz vergangenen Dienstag, die Verweigerungshaltung von 6 GRÜNEN Landtagsabgeordneten, die GelöbNIX-Demo dagegen sowie die Polizei-Gewalt wiederum dagegen anschauen. Ansonsten müssen wir das Geschehen eben intern bewerten und uns den TV-Beitrag ein andermal anschauen ;-)

Ich war sowohl bei der GelöbNIX-Demo als auch bei der Demo gegen Polizeigewalt tags darauf dabei.

Ein weiteres, sehr ergiebiges Thema wird der demokratische Super-GAU bei der Mainzer LINKEN bzw. ihren drei neuen Stadtratsmitgliedern sein — und wie er bei der Basis wahrgenommen wird. Obwohl noch am kommenden (!) Freitag letzte (?) Gespräche mit dem Vertreter der Piratenpartei im Mainzer Stadtrat zur Bildung einer gemeinsamen Fraktion anstehen, meint man bereits eine Fraktion konstituiert, einen Fraktionsvorstand gewählt und einen Fraktionsgeschäftsführer bestimmt zu haben – obwohl überhaupt nicht zu einer dafür notwendigen konstituierenden Sitzung eingeladen wurde, die LINKEN Statuten entsprechend öffentlich (und nicht nur parteiöffentlich!) zu sein hat … wie überhaupt noch zu keiner Sitzung ins Rathaus eingeladen wurde…

Im Verhältnis zum massiven persönlichen Zerwürfnis zwischen Kreisverband und Linksfraktion in der vergangenen Wahlperiode scheint dieses bewusst und offenkundig herbeigeführte politische Zerwürfnis zwischen Kreisverband und (WählerInnen-)Öffentlichkeit einerseits und Stadtratsmitgliedern und einigen (oder sogar allen?) Kreisvorstandsmitgliedern andererseits noch gar nicht richtig wahrgenommen zu werden, obwohl es sogar noch von einem parteiöffentlich gemachten “Vertrauensbruch” überlagert wird, bei dem ausgerechnet der bei der Bundespartei angestellte Leiter der Landesgeschäftsstelle als Vermittler eingeschaltet worden war, um der “Vertrauensbruch” wieder zu “beheben”. Der grundlegende Vertrauensbruch hingegen bleibt vorerst unbehoben…

Besonders schön war dieses Zitat: “Was seit der Wahl alles im KV passiert ist, ist sowas von bekloppt, dass es für einen 25-bändigen Roman samt Verfilmung reicht. Lasst uns endlich arbeiten für die, die uns gewählt haben!” – Man beachte: Ein “25-bändiger Roman samt Verfilmung” — der an den Mitgliedern VOLLSTÄNDIG vorbeigegangen ist!

Zu berichten habe ich noch von der KOS-Arbeitstagung über die geplante “Rechtsvereinfachung im SGB II”, die viele Aktionen gegen diese verdeckte Verschlimmbesserung von Hartz IV nach sich ziehen soll. Ausgerechnet aus Rheinland-Pfalz kommen die übelsten, antidemokratischsten, menschenverachtendsten Vorschläge – und Rheinland-Pfalz führt auch den Vorsitz in der darüber im Oktober in Mainz befindenden Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK). Auch hier plant das gewerkschaftliche Hartz IV-Netzwerk in Rheinland-Pfalz eine zentrale Aktion!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Schmusekurs oder Konfrontation?

Posted in Gesprächskreistermine, Veranstaltung on 13. Mai 2014 by denknachmainz

Zum Verhältnis von Politik und Medien

Referent: Prof. Dr. Armin Scholl, Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster

Donnerstag, 15. Mai 2014, 19:00 Uhr
LOMO Buchbar, Am Ballplatz 2, 55116 Mainz

Der Verein Linkswärts e.V. lädt ein in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland-Pfalz

Das Verhältnis von Politik und Medien ist komplex und kompliziert. Komplex ist es deshalb, weil man nicht einfach einen Einfluss von der Politik auf die Medien oder von den Medien auf die Politik behaupten oder gar nachweisen kann. Es handelt sich vielmehr um Wechselwirkungen, die je nach Situation unterschiedlich sind. Zum einen ist die Beziehung zwischen Medien und Politik oft sehr eng, was als “Schmusekurs” kritisiert werden kann. Zum anderen ist sie aber auch sehr distanziert, was als Konfrontation und „vierte Gewalt“ kritisiert wird, weil die Medien keine staatsrechtliche Legitimation haben, politische Entscheidungen direkt zu beeinflussen, sondern nur indirekt über ihren Beitrag zur Meinungsbildung der Bürger/innen.

Kompliziert ist das Verhältnis, weil es aus allen (politischen) Richtungen kritisiert wird. Es gibt rechte wie linke Medienkritik, die beide einen starken Einfluss der Medien auf die Politik unterstellen.

Der Vortrag sortiert zunächst das Problemfeld: Wie kann man sich typische Wechselwirkungen vorstellen? Worin besteht der Unterschied zwischen rechter und linker Medienkritik? Wie groß ist der Einfluss der Medien auf die Politik, aber auch umgekehrt: Wie groß ist der Einfluss der Politik auf die Medien?

Danach sollen aus den Antworten auf die Fragen einige politische Schlussfolgerungen abgeleitet werden. Diese ergeben sich aus der Kritik an den (etablierten) Medien sowie aus der Kritik an der (etablierten) Politik. These: Wer bewegungsorientierte Politik macht, muss sich auch eigene (alternative) Medien schaffen, um Einfluss auf die etablierte (parlamentarische) Politik und auf die etablierten Medien zu bekommen.

Diese Veranstaltung wird außerdem bisher unterstützt von: AStA Uni Mainz, attac Mainz, attacCampus Mainz, DFG-VK Mainz, diskursiv Mainz, Medien und Kultur e.V. Mainz, NachDenkSeiten-Gesprächskreis Mainz

Flyer zum Download (PDF-Datei)

Gesprächskreis am 27. März

Posted in Gesprächskreistermine on 26. März 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Hiermit möchte ich Sie/Euch zum nächsten NachDenkSeiten-Gesprächskreis am morgigen Donnerstag, den 27. März 2014 wie üblich um 19:30 Uhr im Jack Inn (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz) einladen!

Als erstes steht natürlich ein Bericht von der “Energiewende retten!“-Demo auf dem Plan, die vom Gutenbergplatz in Mainz nach Mainz-Kastel und von dort aus mit der S-Bahn nach Wiesbaden ging und dort fortgesetzt wurde. Die Musik von Absinto Orkestra war erwartungsgemäß klasse, aber auch die Reden (in Wiesbaden) hatten es in sich, vor allem in Wiesbaden, während in Mainz die Beschallung viel zu schwach war, um alles verstehen zu können. Die AZ bezieht sich immerhin auf Mainz, wenn sie schreibt, die “GRÜNEN konnten sich dieser direkten Ansprache nicht entziehen, gehörten sich doch wie Bundesvorsitzende, Simone Peter und andere zur Parteiprominenz, die vor Ort an mitdemonstrierte” (Original-Grammatik ;-) )

Die Krim und die Ukraine werden ein Thema bleiben; zum Teil heißt es heute nur “G 7 statt G 8“.

Und Sascha Lobo wirft mit “Geheimdienst-Enthüllungen: Babyeulen schlagen Snowden” ein wortgewaltiges Schlaglicht auf die wirkungslose Empörung unserer Tage.

Nächste Woche bieten sich folgende Veranstaltungen an: Unsere Stadtschreiberin Judith Schalansky stellt am Mittwoch, den 2. April um 19 Uhr in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek an der Rheinallee ihr Buch “Atlas der abgelegenen Inseln” und am Donnerstag, den 3. April ab 17 Uhr bei Hugendubel Am Brand ihr Buch “Der Hals der Giraffe” vor. Anschließend, werden wir uns morgen überlegen, könnten wir den NachDenkSeiten-Gesprächskreis vielleicht mal in der Innenstadt abhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

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