Gesprächskreis am 25. September 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 25. September 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 25.09.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Die Aktionswochen zur Kampagne “AufRecht bestehen!” gegen die sog, Rechtsvereinfachung im SGB II (=Hartz IV) haben am Mittwoch in Mainz begonnen. Das Flugblatt der Mainzer Initiative gegen HARTZ IV, “Hartz IV so schön – kaum noch auszuhalten!“, ist online.

Zugleich geht die Petition gegen die Sonderrechtszone Hartz IV an den Start. Bitte mitzeichnen unter Kurzlink: http://t1p.de/ctzd
Dieser Kurzlink ist identisch mit der ausführlich ausgeschriebenen Internet-Adresse https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_08/_19/Petition_54191.html

In meiner Umgebung gibt es massenhaft Leute, die mir sagen: “Wir haben doch noch keinen Unrechtsstaat!” oder: “So weit, dass keine andere Abhilfe als eine rechtsstaatliche mehr möglich ist, sind wir noch lange nicht!” oder: “Solange es den Leute noch so gut geht, wird es keine Revolution geben!“… Tja, und dann kommt diese christliche Rockband Nickelback und verkündet, dass wir “on the edge of a revolution” stehen!
Mit Zeilen wie: “Hey, hey, just obey/Your secret’s safe with the NSA/In God we trust or the CIA?”, “Wall Street, common thief/When they get caught they all go free” oder “Same shit, different day/Can’t keep fed if I can’t get paid” werden sehr aktuelle Bezüge verarbeitet. Auch die allgemeine Meinungsmache wird thematisiert: “No, we won’t give up, we won’t go away/’Cause we’re not about to live in this mass delusion/No, we don’t wanna hear another word you say/’Cause we know they’re all depending on mass confusion”. Fazit: “No, we won’t lay down and accept this fate/’Cause we’re standing on the edge of a revolution”//”We’ll all be dead if this shit don’t change/Standing on the edge of a revolution”…

Die NachDenkSeiten weisen noch einmal auf die wichtige Rolle der Kritik des ARD-Programmbeirats an der Einseitigkeit der Ukraine-Berichterstattung hin.
“Die Anstalt”, die ZDF-Politsatire “Die Anstalt” mit Max Uthoff und Claus von Wagner hat diese Kritik und alles Kritikwürdige in einem sensationellen, live eingespielten Ukraine-Krisen-Szenario dargestellt und und besonders die ARD und auch die “Zeit” kongenial aufgegriffen.

Spannend bleiben die Kämpfe um TTIP und CETA. So, wie CETA erst einmal auf Eis liegen solle, hat die EU-Kommussion auch die Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP ausgebremst. Die machen jedoch einfach weiter – und erkämpfen sich die Fortsetzung auch juristisch.

“Rote Linien” der SPD bei Freihandelsabkommen mit Kanada längst überschritten

Der SPD-Parteikonvent verabschiedete ein Papier, das “Rote Linien” festschreibt, die bei den Verhandlungen mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) nicht überschritten werden dürften. In der Realität sind diese jedoch längst überschritten. Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Klaus Ernst, forderte den SPD-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Gabriel daher auf, den jetzigen CETA-Vertragsentwurf umgehend aus dem Verkehr zu ziehen.

Macht er aber nicht…
Sonst hätten wir ja nichts zu diskutieren!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 18. September 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 18. September 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 18.09.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am
Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Die Wahlen in Brandenburg und Thüringen sind gelaufen – und lassen Demokraten einigermaßen ratlos zurück…, aber auch die Parteien. Roberto de Lapuente hat das Wahlergebnis mal wieder auf Basis der Wahlberechtigten umgerechnet.

Und da es dasselbe Blog ist, in dem Bundespräsident Joachim Gauck zur Hälfte seiner Amtzeit einer rundherum gelungenen Beurteilung unterworfen wird (wobei ich noch einiges zur Person und den Vorab-Erwartungen an die Person hinzuzufügen hätte), auch hier ein Direktlink.

Heute herausragendes Thema ist natürlich die Abstimmung der Schotten über ihre Unabhängigkeit bzw. Loslösung von Großbritannien. Jens Berger unterzieht die Konsequenzen von “Schottland stellt die Systemfrage” auf den NachDenkSeiten einer eingehenden Betrachtung.

Schon am Mittwoch gab es dazu einen tollen “auslandsjournal“-Beitrag zum Thema, in dem der ZDF-Reporter an den Highland Games teilnahm, beim “tossing the caber” (Baumstammwerfen) jedoch den Twist nicht hinbekam… – was allerdings an diesem Tag außer einem aus Polen Eingewanderten keinem Teilnehmer gelungen sein soll.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 11. September

Posted in Gesprächskreistermine on 10. September 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 11.09.2014, um 19:30 Uhr wie
gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am
Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

An einem 11. September ist die Auswahl eines Gesprächsthemas aus dem Themenkreis “Konflikt” wohl besonders naheliegend… Auch die NachDenkSeiten beschäftigen sich damit aktuell intensiv, zumal die Meinungsmache ungezügelt weitergeht. Die Grenze geht manchmal mitten durch die Menschen: Fritz Pleitgen hat bei “hart aber fair” Bundeskanzleramtsminister Altmeier mit seiner scharfen Kritik ordentlich eingeschenkt – und an anderer Stelle gesagt, er fände die Zurückhaltung von Merkel und Steinmeier sehr gut… Was denn nun??

Das geht sogar so weit, dass man bei Interviews mit beiden Bundesvorsitzenden der Partei DIE LINKE, mit Bernd Riexinger und mit Katja Kipping, so tut, als habe Bundespräsident Joachim Gauck auf der Danziger Westerplatte gar nicht gesagt, was er nun einmal gesagt hat.

WDR-Moderator Frank Wörner: “Was genau meinen Sie denn in der Rede? Ich finde diese Stellen nicht.

Deutschlandradio-Redakteurin Sandra Schulz: “Sagen Sie uns noch mal [*], woran Sie diese Zuspitzung festmachen, die Sie gerade gesagt haben, dass der deutsche Bundespräsident mit Krieg gedroht hat. Das dürfte, soweit ich die Stimmen gesehen habe, eine absolute Einzelmeinung sein.

[*] Zu diesem Zeitpunkt hatte Katja Kipping ihn (sinngemäß) mit folgender Aussage schon dreimal zitiert:

Bundespräsident Joachim Gauck: “Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen.

Das meint nun einmal im Klartext: “Von mir aus lassen wir Deutschen es auf einen Krieg mit Russland ankommen!” oder global: “Kriegspolitik”, nicht “Politik”; “Kriegswirtschaft”, nicht “Wirtschaft”; “Kriegsbereitschaft”, nicht Verteidigungsbereitschaft”; schließlich: “Krieg”, nicht “Frieden”!

 

Wenn ich am Samstag in Berlin bin, könnte ich die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Netzwerks Grundeinkommen besuchen – und wäre vollkommen im Reinen mit mir!
Würde ich am 20. September nach Berlin fahren, würde eine Grenze, wie ich sie oben mit Fritz Pleitgens Beispiel schilderte, durch mich hindurch gehen: Zwei Kundgebungen/Demonstrationen finden dort statt, nämlich der “Marsch für das Leben” und die Kundgebung “Leben und lieben ohne Bevormundung“. Letztere wird von meiner Partei DIE LINKE unterstützt – mich würde man aber (bei allen fragwürdigen Argumenten, die man dort auch vernehmen würde) beim Marsch für das Leben antreffen. Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zeigt mit dem Slogan “Mein Körper, meine Verantwortung, meine Entscheidung.“, mit der Selbstbeschränkung auf “Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!” und der doppelten Diffamierung der – von ihnen ganz freundlich so benannten – Abtreibungsgegner_innen, diese forderten beim “Marsch für das Leben” das “totale Verbot und die Bestrafung [Nein! MB] aller [Nein! MB] Schwangerschaftsabbrüche”, dass sie das gesellschaftliche Problem nicht erkennen oder es – auf einem Auge blind – verleugnen und vor allem, dass sie an einem Diskurs gar kein Interesse haben. Die ideologische Grundlage der Teilnehmer_innen des Marsches für das Leben bilde “ein reaktionäres, christlich-fundamentalistisches Weltbild, in dem der Schwangerschaftsabbruch als eine ‘vorgeburtliche Kindstötung’ dagerstellt wird.” Die ganze Bündniserklärung vermeidet aber peinlichst auszudrücken oder darzustellen, zu definieren oder überhaupt irgendwie einzuordnen, was denn das Bündnis unter einem “Schwangerschaftsabbruch” verstehen mag… Wahrscheinlich wundert sich bei diesem Bündnis niemand darüber, dass anti-reaktionäre Anarchisten und kritische Naturwissenschaftler zu demselben Ergebnis kommen wie die ach so reaktionären christlichen Fundamentalisten…

Auf tolle Diskussionen freut sich

Manfred Bartl

Gesprächskreis am 14. August 2014

Posted in Gesprächskreistermine with tags , , , on 13. August 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 14.08.2014, um 19:30 Uhr wie gewohnt im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am Sömmerringplatz) zum NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Themen sind auf jeden Fall die Eskalation des Konflikts mit Russland mit dem vorläufigen Höhepunkt des kindischen Geschreis aus dem “Westen” (dem ich persönlich mich angesichts solcher Dummheit nicht mehr zugehörig fühle) als Antwort auf die russischen Reaktionen auf EU-Sanktionen, die Eskalation im Irak, wo die USA offenbar – mal wieder – Krieg ohne Kriegserklärung führen, die Eskalation in Libyen, der deeskalierend auf den Weg geschickte Hilfskonvoi in die Ukraine, der als Eskalation ankommen könnte, und die vielleicht doch noch gelingende Deeskalation in Israel. Auch wenn diese globale Kriegsproblematik natürlich ungeheuer frustrierend ist…

Im Infoladen Cronopios startet am Donnerstag die Hartz IV-/Sozialberatung mit zurzeit zwei, auf lange Sicht schon vier MitstreiterInnen (dann jeden Donnerstag 15 bis 18 Uhr) und ich versuche, eine gedruckte Zeitung für den Infoladen, für die Zanggasse und für das Stadtviertel herauszugeben; zwei Mitstreiter sind auch hier bereits an Bord.

Weitere Themen sind evil Google und innocent Ecclestone, Impressionen aus der “Frankfurter Rundschau”, die ich vergangene in meinem Weblog thematisiert hatte, außerdem mein Nachahmer unter den oberen Zehntausend, ein Investment-Banker, der fünf Jahre lang (quasi) schwarz gefahren ist, bevor er aufflog und seinen Job bei BlackRock aufgeben musste, die Pläne der RMV, mehr Kontrolleure auf die Fahrgäste zu hetzen, weil Schwarzfahren so viel Schaden anrichte – ohne zu verstehen, dass mehr Kontrolleure zunächst nur mehr Geld kosten und angesichts der gesellschaftlichen Verhältnisse um echte Not gar nicht mehr Geld in die Kassen spülen werden – zumal das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen in Essen gerade entschieden hat (Az.: L 12 AS 214/12 ), dass Hartz-IV-Bezieher vom Jobcenter kein extra Geld für die Teilnahme an Demonstrationen bekommen; der Bedarf für die Teilnahme an solchen Veranstaltungen werde über die Positionen “Freizeit, Kultur, Unterhaltung” und “Verkehr, ÖPNV/Fahrräder” abgedeckt…. – der nicht einmal für den lokalen ÖPNV reicht! LOL Was ist das Motto solcher Richter?Wie soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

Bis morgen Abend!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Gesprächskreis am 25. Juli 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 23. Juli 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Wir treffen uns am Donnerstag, den 24.07.2014, um 19:30 Uhr im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz-Neustadt) zum nächsten NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Vergangenen Mittwoch war die konstituierende Sitzung des Mainzer Stadtrates, die allerdings wenig mehr Programmpunkte umfasste als die Verabschiedung der ausscheidenden Stadträte und die Besetzung der Ausschüsse, Beiräte und Aufsichtsräte im Bulk-Verfahren (also alle auf einmal unter Verwendung von vorgefertigten Vorschlagslisten). Seitdem hat sich diesbezüglich – meines Erachtens – nicht viel – zumindest nichts Unerwartetes – getan. Einzelberichte von der Ortsbeiratssitzung Mainz-Neustadt, der Bauausschuss-Sitzung und der Stadtratssitzing – alle am 22.07.2014 – sind natürlich gerne gesehen, da ich selbst bei der Vortrags-, Filmvorfürhungs- und Diskussionsveranstaltung zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Riots im Infoladen Cronopios war.

In Sachen Meinungsmache wurde Groteskes berichtet: Bei der Pressekonferenz zum nächtlichen EU-Gipfel hielt es ZDF-Korrespondent Udo van Kampen für eine gute Idee, der Regierungschefin ein spontanes Ständchen zu bringen. “Happy Birthday”, trällerte der Journalist mit dünner Stimme. Mit rudernden Handbewegungen versuchte van Kampen seine Kollegen zum Mitsingen zu animieren – ohne Erfolg. Die anderen Journalisten blickten peinlich betreten zu Boden – nur ein Kollege zwei Plätze weiter zeigte ein wenig Enthusiasmus. Diesen Text habe ich von Christoph Sydow von SPIEGEL Online übernommen; er ist dort noch stärker im Ton des peinlich Berührten geschrieben….

Zum Gedenken an Robert Kurz gab es auf den NachDenkSeiten einen Kapitalismus-Artikel, der eine ganze Serie ausgelöst hat, deren erste drei Beiträge sehr interessant sind:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22438

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22440

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22459

Dass sich heute Albrecht Müller (“Kapitalismus – wat is dat denn?”) und Wolfgang Lieb (“Ist der Begriff Kapitalismus wirklich ohne Sinn?”) ein bisschen gekabbelt haben, wirkte daneben eher peinlich, zumal für jemanden, der gerade das Online-Seminar DIE LINKE 1 belegt und sich primär mit dem Kapitalismus auseinandersetzt ;-)

Bis morgen Abend!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred

PS: Das attac-Plenum ist erst am nächsten Donnerstag, den 31. Juli 2014!

Gesprächskreis am 17. Juli 2014

Posted in Gesprächskreistermine on 17. Juli 2014 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Die FIFA Fußball WM 2014 in Brasilien ist vorbei – und “wir sind Weltmeister”! Das ist auch der Titel des Flugblatts der Mainzer Initiative gegen HARTZ IV, das gestern beim Jeden-Monat-Infostand verteilt wurde.

Link zum “Wir sind Weltmeister!”-Flugblatt online

Wir treffen uns heute, am Donnerstag, den 17.07.2014, um 19:30 Uhr im “Jack Inn” (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz-Neustadt) zu einem entsprechend weltmeisterlichen NachDenkSeiten-Gesprächskreis!!

Die Fußball WM sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Ich hatte mir einen Sieg der Portugiesen, der Brasilianer und auch der Argentinier über die deutsche Mannschaft nicht unüberlegt gewünscht. Ich hätte uns gerne die grausamen Bilder erspart, die nach dem siegreich absolvierten Endspiel dann doch über uns kamen: Deutsche Fußballspieler flanieren an Bundespräsident und Bundeskanzlerin vorbei und herzen und beglückwünschen sich gegenseitig. Und als ob das noch nicht ekelhaft genug wäre…. “Das war ein Nervenspiel, ich habe so gezittert und gebebt und mich gefragt: Wo ist die Mannschaft, die Brasilien mit 7:1 niedergemacht hat?“, gab der Bundesgauckler zum Besten und machte damit mal wieder herrlich klar, wie er “Freiheit” definiert, nämlich als “meine” oder “unsere Freiheit” mit je nach Kontext chauvinistischem oder nationalistischem, wenn nicht gar militaristischem Beiklang…

Vergangenen Donnerstag Abend ging die konstituierende Sitzung des Ortsbeirats Mainz-Neustadt in ein heftiges Unwetter über, sodass ich mich nicht auf den Weg rüber ins “Jack Inn” machen konnte. Ich bitte alle um Entschuldigung, die möglicherweise auf mich gewartet haben, da ich ein – wenn auch verspätetes – Hinüberkommen die Woche zuvor avisiert hatte! Sorgen hat sich hoffentlich niemand gemacht – die Stadt Mainz hat uns mit drei überraschend köstlichen Weinen überreichlich versorgt! ;-)
Metzger Peter Leussler hat übrigens doch keine Antrittsrede gehalten…

Weitere Themen sind die aktuelle Studie der Otto-Brenner-Stiftung über das Verhalten von BILD und die BamS im Wahlkampf 2013, zwei bloße Hinweise des Tages auf den NachDenkSeiten vom 15. Juli 2014, die aufgrund ihrer Wichtigkeit eigentlich eigene Beiträge sein müssten (bitte selber raussuchen! ;-) ) und natürlich die grandiose NDS-Artikelserie “Die Verkehrung der Welt in mehreren Akten” in drei Teilen von und mit Karl-Heinz Klär.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred

FAZ über Unternehmen mit Anlageproblemen und beliebte Zweitjobs

Posted in Hinweise, Medien, NachDenkSeiten on 16. Juli 2014 by denknachmainz

Auf den “Hinweisen des Tages” der NachDenkSeiten vom 15. Juli 2014 finden sich gleich zwei Themen, Unternehmensliquidität und Zweitjobs, die unter dem Gesichtspunkt der Meinungsmache so wichtig sind, dass sie eigene Beiträge verdienten – zumal beide dasselbe Medium betreffen, nämlich die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ)!

Auch Unternehmen plagen sich mit Anlageproblemen

In unschuldiger Offenheit bestätigt die FAZ die Aussagen von [Heiner] Flassbeck: dass die Großunternehmen heutzutage nicht Nettoschuldner sind (wie es richtig wäre), sondern Nettogläubiger“, kommentiert NDS-Leser J.A. den – eigentlich vom FINANCE-Magazin übernommenen – FAZ-Beitrag “Auch Unternehmen plagen sich mit Anlageproblemen” (dessen URL einen sich alternativ anbietenden Titel “CFOs haben Anlageprobleme” featured). “Die Situation ist völlig absurd und das Resultat einer gescheiterten Politik. Seit Kohl und Schröder wurde behauptet, dass Unternehmen höhere (Real-)Investitionen leisteten, wenn man ihnen nur einen größeren Teil des Volkseinkommens überließe. Empirisch wird hier das Gegenteil berichtet: an (Real-)Investitionen wird nicht im Traum gedacht; die Unternehmen verhalten sich wie Zockerbanken. Weil sie zu viel Geld haben und nicht einmal Anlagemöglichkeiten sehen, die höher als eine mickrige Festgeldverzinsung von 1 Prozent rentieren.” (Hervorhebungen von mir)

Zweitjobs immer beliebter

“JK” kann hier einen herausragenden FAZ-Leserkommentar zitieren und bewertet: “Hier stimmt der Spruch der FAZ, dass dahinter immer ein kluger Kopf steckt. Die Leser der FAZ sind offenbar weniger ideologisch vernagelt als deren (Wirtschafts)[R]edakteure”, nämlich:

“Klar, ältere Menschen bekommen immer weniger Geld und müssen ihre Rente aufbessern, werden viele jetzt mosern. Stimmt nicht ganz. Die machen das aus Spaß. Denn es sind ja Renter, die müssen also nicht mehr arbeiten.
Niedriglohnjobs immer beliebter
Klar, die Arbeitsangebote werden weniger und für Singles/Alleinerziehende ist der Verdienst ja immer noch mehr als Hartz-IV, werden etliche behaupten. Alles falsch. Die Wirtschaft brummt, Fachkräft werden überall gesucht. Schon für 2 Euro die Stunde!
Sterben immer beliebter
Klar, die Lebenserwartung sinkt wieder, vor allem bei Geringverdienern und das hängt zusammen, werden einige behaupten. Stimmt aber nicht. Die wollen nur aufhören, wenn es am schönsten ist. Und das ist ja das Alter, wie hier bewiesen wurde.
Medien immer unbeliebter
Klar, die schreiben nur aus dem Elfenbeinturm und versuchen, die politisch gewollte Massenverarmung argumentativ zu untermauern, werden viele sagen. Stimmt.”

Wie dreist hier von der “Qualitätspresse” relativiert wird, belegt der Textausschnitt, der auch in den NDS-Hinweisen zitiert wird:

“Eine steigende Zahl von Arbeitnehmern in Deutschland geht neben ihrem Hauptberuf einem Minijob nach. In den drei Jahren von Ende 2010 bis Ende 2013 hat sie sich um mehr als 210.000 oder fast 10 Prozent auf 2,68 Millionen erhöht. Das zeigen neue Daten der Bundesagentur für Arbeit, die der F.A.Z. vorliegen. Die Zahl der Erwerbstätigen, die ausschließlich einen Minijob haben, ist dagegen seit 2010 um fast 2 Prozent auf 4,83 Millionen geschrumpft.
Nach einer beliebten Lesart belegt diese Entwicklung, dass Arbeit in Deutschland immer schlechter bezahlt sei. Immer mehr Arbeitnehmer seien auf eine Nebentätigkeit angewiesen, weil der Lohn aus ihrem Hauptberuf nicht mehr zum Leben ausreiche – so schallte es dazu in den vergangenen Jahren regelmäßig aus Gewerkschaften, Grünen und Linkspartei.
Ein genauerer Blick auf die Daten der Arbeitsagentur zeigt indes, dass mit dieser Lesart etwas nicht stimmen kann – schon gar nicht, wenn man gleichzeitig die Ansicht vertritt, dass immer mehr junge Berufseinsteiger in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt würden: Interessanterweise sind es in allererster Linie die älteren Arbeitnehmer, die sich in wachsender Zahl für einen Minijob neben ihren Hauptberuf interessieren.”

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