Archiv für Dezember, 2012

Guten Rutsch ins neue Jahr!

Posted in Gesprächskreistermine on 26. Dezember 2012 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Ich wünsche Euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013!

Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis macht über Weihnachten Pause und steht Euch/Ihnen wieder am 3. Januar 2013 zur Verfügung, wie gewohnt um 19:30 Uhr im „Avalon“, Wallaustraße 52 in der Mainzer Neustadt.

Geruhsame Tage und bis dann in alter Frische!

Euer Manfred

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Ergänzung zu Unter dem Mantel der Nächstenliebe

Posted in NachDenkSeiten on 20. Dezember 2012 by denknachmainz

Auf den NachDenkSeiten hat heute Jens Berger die spannende Analyse „Unter dem Mantel der Nächstenliebe“ von Holdger Platta eingestellt. Dazu habe ich folgende, den Fokus erweiternde Anmerkung bei den NachDenkSeiten eingereicht:

Ich kann Holdger Plattas Beobachtung nur bestätigen!

Wir müssen uns da auch gar nicht wundern, denn das Phänomen ist ein ganz Alltägliches. Da hört man, dass man arbeiten gehen müsse, um Geld zu verdienen, obwohl man in Wirklichkeit seine Arbeitskraft verkaufen muss, um Geld zu verdienen, während man aus ganz anderen Gründen (Selbstverwirklichung, gesellschaftliche Anerkennung, soziale und altruistische Bedürfnisse etc.) arbeitet, also einer konkreten Form von Arbeit nachkommt. Beim „Arbeiten müssen, um Geld zu verdienen“ fällt – ehe man sich’s versieht – Artikel 12 Grundgesetz hinten runter und wird zum nackten „Arbeiten müssen“, also zur Sklavenarbeit!

Immer öfter hört man diese Ausblendung gesellschaftlicher Realitäten in den „Doku-Soaps“ zur Arbeitswelt, wenn etwa Menschen in den Fokus gerückt werden, die „weil der Lohn im Erstjob nicht zum Leben ausreicht“ einen weiteren Job annehmen „müssen“ (oder sogar einen Drittjob), wenn sie nicht beim Jobcenter „aufstocken“ wollen. Dabei definiert sich doch der Erstjob darüber, dass beim Verkauf der Arbeitskraft genug Einkommen zum Auskommen für sich selbst und die Familie dabei herausspringt!

Besonders merkt man das als zum Kindesunterhalt verpflichtetes Elternteil, wenn man auf einmal eine „erhöhte Erwerbsobliegenheit“ vorgehalten bekommt, obwohl die rein kapitalistische bzw. die formell vom Jobcenter diktierte Erwerbsobliegenheit gar nicht weiter gesteigert werden kann, ohne über Artikel 12 Grundgesetz drüberzubügeln!