NachDenkSeiten-Gesprächskreis heute

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Am heutigen Donnerstag, den 14. Februar 2013 treffen wir uns wie üblich um 19:30 Uhr im “Avalon” (Wallaustraße 52, Mainzer Neustadt) mit einem ganzen Strauß von Themen zum Diskutieren!

Der Rosenmontagszug, der mit einem Motivwagen mit dem sinkenden Schiff der Piratenpartei und einem Motivwagen zum u.a. von der LINKEN zur Strecke gebrachten Steinbrück gleich zwei Parteien Steilvorlagen zu einer Aktion exzellenter öffentlicher Wahrnehmung (Live-Übertragung!) bot, zog – diesbezüglich – ereignislos an uns vorüber…

Das war selbst Papst Benedikt XVI. zu viel – er trat noch am Rosenmontag zurück! Das war auch gar nicht so schlecht, denn von seiner in meinen Augen ziemlich katastrophalen Freiburger Rede über eine „entweltlichte Kirche“ oder gar einer breiten Diskussion darüber hatte ich zeitnah gar nichts mitbekommen!

Vorgemacht hatte es Bundesbildungsministerin Annette Schavan, deren Plagiate lange schon öffentlich gemacht worden waren – und bei der es erst wieder einer „endgültigen“ Entscheidung der Universität bedurfte, um zu dementsprechenden Konsequenzen zu führen. Klar, die Arbeit als solche war keineswegs ein Plagiat, was man bei Guttenberg schon eher behaupten konnte, und natürlich ist es tragisch, wenn jemand nach über 30 Jahren nachgewiesen bekommt, dass man den wissenschaftlichen Ansprüchen, die man als Bundesbildungs- und -forschungsministerin nun einmal zu verteidigen hat, in der eigenen Doktorarbeit nicht zu genügen vermochte – und mit der dazu nötigen, aber unter diesen Umständen rein inhaltlich schon nicht mehr aufzubringenden Reputation auch noch formal den Hochschulabschluss verliert. Aber eigentlich sollte dieser inhaltlich nicht mehr erfüllbare Anspruch ausreichen, um den Aufschrei der Öffentlichkeit hervorzurufen. Entweder war das kein Aufschrei – oder er wurde zumindest nicht gehört… Welche Art von Demokraten braucht es, um diesen Aufschrei umgehend hervorzurufen oder/und wenigstens allgemein hörbar zu machen?

Dazu meine aktuelle Buchempfehlung: „Demokratie gegen den Staat“ von Miguel Abensour. Die beiden Vorworte (von denen das erste allein schon ungeheuer anspruchsvoll ist) kann man auf den Seiten des Suhrkamp-Verlages einsehen.

Da – zumindest in meinem Browser – die „ü“-Zeichen des Textes „Die GroßeMittelKlasse“ von Karl-Heinz Klär auf den NachDenkSeiten vom 7. Februar 2013 um 10:32 Uhr zerschossen sind und der Text daher nur schwer lesbar ist, habe ich ihn ungefragt in unser Weblog übernommen. Meinungen zu diesem tollen Text?

Besonders wichtig (auch für unsere AG Medien+Meinung bei der LINKEN) war zudem noch ein Link aus den „Hinweisen des Tages“ vom 12. Februar 2013 um 9:02 Uhr: Journalismusforschung: „Ganz auf Linie mit den Eliten“ in Telepolis: „Eine neue Studie analysiert die Berichterstattung von deutschen Spitzenjournalisten. Wie eng verbunden sind deutsche Spitzenjournalisten mit anderen Eliten unserer Gesellschaft? Und spiegelt sich die Verbundenheit zwischen Top-Journalisten und anderen Eliten auch in der Berichterstattung wieder? Uwe Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, gibt Antworten auf die Fragen. In einer beeindruckenden Studie hat Krüger die Netzwerkverbindungen deutscher Spitzenjournalisten analysiert. Seine Studie, die gewaltig am pluralistisch-demokratietheoretischen Medienverständnis rüttelt, ist nun unter dem Titel “Meinungsmacht” als Buch erschienen. Ein Buch, das zu einem Standardwerk in der Journalistenausbildung und in den Redaktionen werden sollte. Im Telepolis-Interview verrät Krüger, welche Journalisten eine besondere Nähe zur Elite aus Politik und Wirtschaft haben und berichtet, welche klassischen Techniken der Propaganda er in deutschen Leitmedien gefunden hat…“

Ein Vorschlag für nächste Woche: Der neue Mainzer Stadtschreiber Peter Stamm wird an jenem Donnerstag, den 21. Februar 2013 um 19 Uhr im Ratssaal des Mainzer Rathauses eine Lesung geben. Diesen kulturellen Höhepunkt sollten wir uns nicht entgehen lassen! Wie viele Plätze soll ich für den Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis reservieren und wo (und für zu diesem Zeitpunkt Verhinderte wann) treffen wir uns anschließend?

Der auf diesen Donnerstag folgende Gesprächskreistermin, der 28. Februar 2013, ist ein Termin ohne mich, da ich auf einem ver.di-Seminar weilen werde. Bitte schon Überlegungen dazu anstellen, also etwa einen Testlauf in der Evangelischen Studierendengemeinde ESG oder Ähnliches, was ich über diesen Verteiler und online ankündigen müsste.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

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