Archiv für November, 2013

ACHTUNG! Gesprächskreis heute in Wiesbaden

Posted in Gesprächskreistermine on 28. November 2013 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Als ich letzten Donnerstag – leider alleine (abgesehen von der LINKSFRAKTION im Mainzer Stadtrat, die mich auch zurück nach Mainz chauffiert hat) – in Wiesbaden beim Tim-Engartner-Referat weilte, wurde ich mit einem Flugblatt für die heutige Veranstaltung in Wiesbaden konfrontiert und geriet in Gewissensnöte, weil der Diskutant Mohssen Massarrat schon als Linkswärts-Referent nach Mainz eingeladen worden ist und derzeit vor allem in unserer attac AG ArbeitFAIRteilen aktiv ist und ich ihn mir eigentlich nicht entgehen lassen dürfte. Aber wann und vor allem wie ALLEN Bescheid geben, dass der NachDenkSeiten-Gesprächskreis schon wieder nach Wiesbaden „umzieht“? Nachdem ich aber am vorvergangenen Dienstag bei der Grundeinkommensdiskussion von attac Mainz den Flyer verteilt hatte und dieser somit auch Bettina in die Hände gefallen war und sie und Ursula beschlossen hatten, am heutigen Donnerstag, den 28. November 2013 – DOPPELT ACHTUNG! – schon um Punkt 19 Uhr dieser Podiumsdiskussion beizuwohnen und mir diesbezüglich kurzfristig Bescheid gaben, sehe ich nunmehr die größere Chance für den NachDenkSeiten-Gesprächskreis darin, sich dort an der Diskussion zu beteiligen!

Entschuldigt bitte die kurzfristige Ankündigung und – an Ursula die 2. gerichtet – die mangels Kommunikationsweg ausbleibende Benachrichtigung!!

Podiumsdiskussion
DEMOKRATIE vs. ARBEITSBELASTUNG
Ist die Ökonomisierung der Gesellschaft noch mit ehrenamtlichem Engagement vereinbar?

Alle Parteien wollen das Ehrenamt und zivilgesellschaftliche Beteiligung stärken. Gleichzeitig wird in den Betrieben, Schulen und Universitäten immer mehr Leistung in immer kürzerer Zeit verlangt – es bleibt kaum noch Zeit für individuelle Meinungsbildung und ehrenamtliches Engagement. Das verursacht Nachwuchsprobleme bei Vereinen, Jugendverbänden, politischen Organisationen und Parteien, obwohl diese das Rückgrat unserer Demokratie sind.

am 28.11.2013 um Punkt 19 Uhr
im Hilde-Müller-Haus, Wiesbaden
Wallufer Platz 2 – Ecke Wallufer Straße / Erbacher Straße

2 Haltestellen vom Hauptbahnhof, besser: Buslinie 8 bis Paulinen-Klinik, ein paar Schritte zurück in die Niederwaldstraße bis zum Wallufer Platz oder mit Buslinie 1 bis Schiersteiner Straße, über den Kaiser-Friedrich-Ring in die Schiersteiner Straße bis zur Niederwaldstraße rechts rein bis zum Wallufer Platz.

PDF-Flyer mit allen weiteren Diskutanten

Ich muss auch deswegen hin, weil die Diskussion natürlich prima zu meiner Rezensionsarbeit des Buches „Freiwillig zu Diensten?“ von Claudia Pinl passt!

Hat sich schon jemand überlegt, ob und wie er zum Willy-Brandt-Thema beitragen möchte?

Gerne berichte ich auch vom Referat Ronald Blaschkes zum BGE vergangenen Freitag und vom Kongress „Die nützliche Armut“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung vergangenen Samstag in Wuppertal, aus dem sich schon ein hochinteressantes Telefonat mit der Universität Siegen ergeben hat!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

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Gesprächskreis heute in Wiesbaden

Posted in Gesprächskreistermine on 21. November 2013 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis am heutigen Donnerstag, den 21. November 2013 tagt „auswärts“ in Wiesbaden!!

Im Georg-Buch-Haus findet um 19:30 Uhr auf Einladung der
Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen eine Veranstaltung mit Prof. Tim Engartner zum Thema „Die Stadt ist kein Konzern –Rekommunalisierung bringt Vorteile für Bürger“ statt.

Georg-Buch-Haus:
Wellritzstraße 38a, 65183 Wiesbaden; Buslinien ab Hauptbahnhof 1
(linksrum) oder 6 (rechtsrum); Karte

Aus der Ankündigung:

„In den vergangenen 10-20 Jahren wandelten viele Städte ihre
Stadtwerke und sonstige öffentliche Einrichtungen in Gesellschaften
mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaften (AG) um, so geschehen auch in Wiesbaden. Am 06.02.2013 veröffentlichte der
Wiesbadener Kurier unter der Überschrift „Konzern Stadt“ eine Grafik,
in der die Gesellschaften (GmbH und Aktiengesellschaften) und ihre
Verflechtungen dargestellt sind.

Den formellen Privatisierungen des öffentlichen Eigentums der Stadt
Wiesbaden folgte 2012 der Verkauf von 49% der HSK,
Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken gGmbh an die Rhön-Klinikum AG. Dieser
Anteil wurde inzwischen an den Medizinkonzern Fresenius weiter
verkauft. So ist aus den ehemals städtischen Kliniken ein
Handelsobjekt geworden, dessen MitarbeiterInnen immer höhere
Renditeerwartungen erfüllen sollen.

Diesem Trend stemmen sich inzwischen immer mehr Bürgerinnen und Bürger entgegen. 13000 Wiesbadener unterschrieben binnen 6 Wochen im Frühjahr 2012 ein Bürgerbegehren für eine 100% kommunale HSK. Hamburger Bürgerinnen und Bürger erteilten im September 2013 per Volksentscheid den Politikern den Auftrag, das Stromnetz zurück zu kaufen. In Berlin verfehlte eine Initiative dieses Ziel am vergangenen Wochenende nur knapp. Dennoch: seit 2007 wurden 80 kommunale Stadtwerke neu gegründet. Diesem Phänomen gehen Engartner und Broß nach.

In seinem Vortrag zieht Prof. Tim Engartner eine vorläufige Bilanz der
Privatisierung öffentlichen Eigentums in Deutschland und untersucht,
inwiefern Rekommunalisierung Vorteile für Bürgerinnen und Bürger
bringt.“

Übersicht über weitere Themen

Die Flugblätter vom Jeden-Monat-Infostand am gestrigen Mittwoch aus Anlass der IAB-Studie zur psychischen Belastung von Hartz-IV-Beziehern und des Buß- und Bettages 2013 sind online!

Die AG Netzwerk Flüchtlingsarbeit vergangenen Freitag habe ich leider wg. mangelnder (oder falscher) Informationen (oder eher Vermutungen) verpasst, aber inzwischen erfahren, dass nicht die Malteser, sondern eine Stiftung Juvente Mainz die Trägerschaft der Betreuung vor Ort übernimmt. Ich bleibe am Ball (oder versuche es wenigstens – und habe jetzt schon meine Bereitschaft signalisiert, die bürgerschaftliche bzw. ehrenamtliche Unterstützung zu koordinieren).

Zum Ehrenamt werde ich bald einen größeren Beitrag abliefern, nämlich eine Rezension des Buches „Freiwillig zu Diensten?“ von Claudia Pinl, das mir schon auf der Minipressenmesse (vor Erscheinen) avisiert und nun bei der Mainzer Bücher-Messe (im Mainzer Rathaus am vergangenen Wochenende) überreicht wurde.

Außerdem habe ich die Fahnen des Buches von Albrecht Müller zum 100. Geburtstag von Willy Brandt vom Westend-Verlag geordert und werde auch diese(s) besprechen, wobei ich auf Eure Mithilfe baue, das Ganze in ein größeres Bild einbauen zu können. Ich habe mir schon den SPIEGEL mit Brandt als Titelthema (und beiliegender DVD mit biographischen Szenen) besorgt und möchte anregen, dass jemand aus diesem Kreis auch noch die stern-Sonderausgabe zu Willy Brandt (zu mir unerschwinglichen 7,50 Euro) besorgt und vielleicht auch die ZEIT vom vergangenen Donnerstag (was jetzt schon schwierig werden dürfte).

Am morgigen Freitag fahre ich schon wieder nach Wiesbaden, wenn Ronald Blaschke zum BGE spricht:

„‚Ist eine gerechtere Gesellschaft mit bedingungslosem Grundeinkommen möglich?‘ Dieser Frage geht Ronald Blaschke am Freitag den 22.11.2013 um 19:30 Uhr im Treffpunkt Aktiv Adlerstraße 19, auf einer öffentlichen Mitgliederversammlung DER LINKEN. Wiesbaden nach. Ronald Blaschke ist Mitglied im Netzwerkrat, Netzwerk Grundeinkommen und Herausgeber mehrerer Bücher und Autor vieler Beiträge zu diesem Thema.
Bedingungsloses Grundeinkommen ist eine sicherlich kontrovers
diskutierte Idee eines anderen gesellschaftlichen Miteinanders. Es
gibt hierzu verschiedene Modellvariationen, aber schon heute ist eine
Mehrheit der Bevölkerung vom Einkommen anderer oder von
Transferleistungen abhängig. Der Bedarf an Arbeitskräften ist durch
Rationalisierungsprozesse gesunken. Existenzängste,
Perspektivlosigkeit, Niedriglöhne und Konkurrenz dominieren das Leben vieler. Stressbedingte Krankheiten haben als Folge zugenommen.
Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Menschen würde
Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, Rente, Kindergeld,
Ausbildungsförderung ersetzen.Ohne Existenzsorgen könnte jede und
jeder die Arbeit übernehmen, die den eigenen Interessen und
Bedürfnissen entspricht. Mit einem arbeitsunabhängigem Recht auf
Existenz durch sicheres Einkommen wäre ein menschenwürdiges Leben für alle denkbar.
DIE LINKE. Wiesbaden möchte den gesellschaftlichen Diskurs über dieses Thema fortsetzen. Nach dem Vortrag gibt es Zeit für eine ausführliche Diskussion.“

Am Samstag folgt dann die Fahrt des ver.di-Erwerbslosenausschusses
nach Wuppertal zum Kongress „Die nützliche Armut“ der
Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Slots sind prominent besetzt: Prof. Dr.
Helga Spindler, Prof. Dr. Michael Vester, Prof. Dr. Klaus Dörre, Prof. Dr. Stefan Selke, Martin Behrsing, Frank Jäger, Kathrin Hartmann, um nur einige Stars zu nennen!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Einladung zum Gesprächskreis am 7. November

Posted in Gesprächskreistermine on 6. November 2013 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis am Donnerstag, den 7. November 2013 findet ab 19:30 Uhr im “Jack Inn” statt (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz)!

Themenübersicht:

Das Flugblatt vom Jeden-Monat-Infostand am vergangenen Mittwoch aus Anlass des Weltspartags am 30. Oktober 2013 ist online.

Am Montag hat sich eine Hamburger Journalistin in der Sitzung der Linksfraktion im Mainzer Stadtrat über die hiesige „Elbphilharmonie“ – die „Mainzelbahn“ – aufklären lassen: die Zusammenhänge von Subventionen, GRÜNER Nostalgie und der Blindheit gegenüber technischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Relationen.

Ich bin heute als Beobachter des NeustadtRates in die AG Zwerchallee kooptiert worden, wo die Soziale Stadt-Quartiere in der Mainzer Neustadt und Mombach mit den Trägern und Sozialen Einrichtungen die Aktivitäten für die in die zwei (wieder)hergerichteten Häuser in der Zwerchalle einziehenden Flüchtlinge koordinieren, bis eine dauerhafte Lösung gefunden und eine nachhaltige Bürgerbeteiligung sichergestellt werden können. Das nächste Treffen ist schon am Donnerstag um 14 Uhr – klar: die ersten Flüchtlinge sollen schon Anfang Dezember eintreffen! Ein Willkommensfest ist schon Bestandteil konkreter Planungen.

Am 21.11.2013 könnte ich mir eine Verlegung des NachDenkSeiten-Gesprächskreises nach Wiesbaden vorstellen. Im Georg-Buch-Haus referiert auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen Prof. Tim Engartner zum Thema „Die Stadt ist kein Konzern – Rekommunalisierung bringt Vorteile für Bürger„. Aus der Ankündigung:

„In den vergangenen 10-20 Jahren wandelten viele Städte ihre Stadtwerke und sonstige öffentliche Einrichtungen in Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaften (AG) um, so geschehen auch in Wiesbaden. Am 06.02.2013 veröffentlichte der Wiesbadener Kurier unter der Überschrift „Konzern Stadt“ eine Grafik, in der die Gesellschaften (GmbH und Aktiengesellschaften) und ihre Verflechtungen dargestellt sind.

Den formellen Privatisierungen des öffentlichen Eigentums der Stadt Wiesbaden folgte 2012 der Verkauf von 49% der HSK, Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken gGmbh an die Rhön-Klinikum AG. Dieser Anteil wurde inzwischen an den Medizinkonzern Fresenius weiter verkauft. So ist aus den ehemals städtischen Kliniken ein Handelsobjekt geworden, dessen MitarbeiterInnen immer höhere Renditeerwartungen erfüllen sollen.

Diesem Trend stemmen sich inzwischen immer mehr Bürgerinnen und Bürger entgegen. 13000 Wiesbadener unterschrieben binnen 6 Wochen im Frühjahr 2012 ein Bürgerbegehren für eine 100% kommunale HSK. Hamburger Bürgerinnen und Bürger erteilten im September 2013 per Volksentscheid den Politikern den Auftrag, das Stromnetz zurück zu kaufen. In Berlin verfehlte eine Initiative dieses Ziel am vergangenen Wochenende nur knapp. Dennoch: seit 2007 wurden 80 kommunale Stadtwerke neu gegründet. Diesem Phänomen gehen Engartner und Broß nach.

In seinem Vortrag zieht Prof. Tim Engartner eine vorläufige Bilanz der Privatisierung öffentlichen Eigentums in Deutschland und untersucht, inwiefern Rekommunalisierung Vorteile für Bürgerinnen und Bürger bringt.“

Wer sich die mitgelieferten Daten ansehen möchte, versorge ich gerne mit einer Weiterleitung der mir zugegangenen E-Mail mit Anhängen.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Einige Links zu Arbeitsmarktthemen

Posted in Gewerkschaften, NachDenkSeiten on 6. November 2013 by denknachmainz

Die NachDenkSeiten haben in den letzten Tagen einige hervorragende Artikel zu Arbeitsmarktthemen wie Mindestlohn, „Sozialer Arbeitsmarkt“ und die sozialpolitische Bilanz von Christoph Butterwegge verlinkt. Hier eine Link-Sammlung:

Eine dringende Frage an neoklassisch ausgebildete Ökonomen
Heiner Flassbeck antwortet auf Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

„Sozialer Arbeitsmarkt“ – Ein noch gigantischerer und zudem entwürdigenderer Niedriglohnsektor
Helga Spindler zeigt, dass es nach Ein-Euro-Jobs und „Bürgerarbeit“ mit dem „sozialen Arbeitsmarkt“ und dem „Passiv-Aktiv-Transfer“ noch schlimmer kommen wird.

Die Hürde nach dem Ziel
Thorsten Schulten vergleicht die Wirksamkeit von Mindestlohnmodellen im weitesten Sinne.

“Wir sind noch nicht durch” oder: Das ganze Elend deutscher Wirtschaftsideologie
Friederike Spiecker über die Tiefen der deutschen Misere.

USA üben scharfe Kritik an deutscher Handelspolitik
Dazu Klartext vom US-Finanzministerium: deutsche Wirtschaftspolitik ist eine Gefahr für die Weltwirtschaft!

Von unten nach oben
Christoph Butterwegge zieht eine sozialpolitische Bilanz der vergangenen Regierungsperioden und des sich in CDU/CSU/SPD-Sondierungsgesprächen abzeichnenden Horrors.

Das systemische Risiko der Dummheit
Yvonne Hofstetter stellt die Risiken des Hochfrequenzhandels dar.