Gesprächskreis am 27. August 2015

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Am heutigen Donnerstag, den 27. August 2015, kommt um 19:30 Uhr im „Jack Inn“ (Feldbergstraße 3, 55118 Mainz am Sömmerringplatz) der Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis zusammen!

Deutschland hat mehr als ein Problem im Zusammenhang mit „Flüchtlingen„: das Wort ist ein Dimiutiv und sollte gar nicht verwendet werden, die Zustände bei der Aufnahme der Zuflucht Suchenden und ihre Integration, das Pack, das sich dem ohne tragfähige rationale Gründe entgegenstellt, und das heuchlerische Pack von Politikern, das mit Sonntagsreden so tut, als wäre jenes Pack das schlimmste, während sie selbst eine Reihe von Fluchtursachen (mit)zu verantworten haben, bei der Entwicklungshilfe knausern und das Asylrecht unterwandern, aushöhlen und entwerten.
Einige Künstler stellen sich nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ hin und „helfen“ Zuflucht Suchenden, betonen aber zugleich gebetsmühlenartig, dass es keine Eigen-PR sei. Joko & Klaas haben nun gesagt: „Ihr seid die Dummheit“ und damit eine Grenze gezogen. Die ZEIT behauptet, sie hätten „durch diese Wortmeldung nichts zu gewinnen, aber vieles zu verlieren„. (Das läge an ihrer „Rolle als Comedians“.) Und nun schreibe ICH über sie…!

Passend dazu ruft das Fickomagazin am kommenden Freitag, den 28.08.2015 zur Demo für Solidarität und gegen rechten Terror auf. Los geht’s um 18 Uhr am Mainzer Hauptbahnhof.

„Der deutsche Rechtsterrorismus wütet wieder wie seit Jahrzehnten nicht.
Wöchentlich mehrere Unterkünfte von Refugees brennen, Neonazis und
Sympathisant_innen sind auf dem Vormarsch. Sie urinieren auf Kinder, sie
jagen Menschen, sie zeigen den Hitlergruß. Sie geben sich besorgt, aber
sind einfach nur voller Hass.
Währenddessen schaut ein großer Teil der Bevölkerung noch tatenlos oder
zumindest entsetzt, aber passiv zu. Die Polizei geht wie in Heidenau
lieber gegen die Gegendemonstrant_innnen vor und kriminalisiert
zivilgesellschaftliche Strukturen, die sich dem rechten Terror
entgegenstellen. Währenddessen schwafeln Innenminister,
Ministerpräsidenten und andere Gewählte mit rassistischer Prägung von
einer Flut von Refugees, sie rechtfertigen Racial Profiling, hetzen
gegen Menschen vom Balkan und versagen täglich bei der Erfüllung
simpelster Bedürfnisse.

Geflohene Menschen müssen in Turnhallen, in Baumärkten, in Zeltstädten
leben. In Berlin, der Hauptstadt eines der reichsten Länder der Welt,
herrschen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales seit Wochen
katastrophale Zustände und der Staat scheint sich nicht in der
Verantwortung zu sehen. Von den Zeltstädten anderswo ganz abgesehen, bei
denen Neonazis und „besorgte Bürger_innen“ gleich direkt den Aufbau
verhindern wollen und Leute vom Roten Kreuz angreifen, Molotov-Cocktails
werfen, auf Unterkünfte schießen, mit Fackeln aufmarschieren. Das ist
Terrorismus.

Viele der Menschen, die nach Deutschland fliehen mussten, sind gerade
erst mit dem Leben davongekommen. Es ist unsere schlichte Pflicht als
Menschen, ihnen zu helfen, hier zur Ruhe zu kommen und wieder Kraft zu
finden.
Um dem Nachdruck zu verleihen, wollen wir am Freitag demonstrieren. Es
ist an der Zeit, dass hier sehr viele Leute mal aus ihrer Passivität
aufwachen und mindestens ein Zeichen setzen. Rassismus, Menschenhass,
Ausgrenzung und Erniedrigung sind keine Grundlage für ein friedliches
Miteinander. Und es ist momentan wahrlich genug los in der Welt, das
muss nicht noch schlimmer werden.“

Facebook-Veranstaltung

Anlässlich des Berichts „Damen im Café und ‚ihre‘ Griechen“ auf den NachDenkSeiten habe ich Joke Frerichs angeschrieben und ihn mal gefragt, ob er diese Damen, die dort in dem kleinen Café ihre abfälligen Kommentaren über die faulen Griechen von sich gaben, die an unser Geld wollten, und denen jegliche Empathie für die Menschen in Griechenland abging, irgendwann im Verlauf des Abklingens seiner Empörung noch mal angesprochen hätte…

Auf gute Diskussionen!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

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