Gesprächskreis am 12. November 2015

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Am Donnerstag, den 12. November 2015, kommt der Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis um 19:30 Uhr wie gewohnt im „Jack Inn“ (Feldbergstr. 3 am Sömmerringplatz) zusammen!

Auch die NachDenkSeiten haben dieses tolle Stück zur Kenntnis genommen, mit dem Patrick Schreiner einen FAS-Artikel von Rainer Hank zerlegt. In „Recht auf Einwanderung?“ versuchte jener, das Konzept der
„Nation“ zur Hilfe zu nehmen, um Deutschland ein Recht zuzusprechen, die Zahl der Flüchtlinge zu begrenzen, sei es absolut durch geschlossene Grenzen oder mit humanistisch noch grenzwertigeren „Einreisezentren“/ „Transitzonen“, sei es durch irgendwelche Relativierungen wie die Verteilung auf andere EU-Staaten nach irgendwelchen Pseudokriterien. Patrick Schreiner macht diese Absicht zunichte, indem er den Neoliberalsismus auf seine anti-kollektivistischen Wurzeln zurückspiegelt: „Offenbar ist es auch für (Neo-) Liberale notwendig oder wünschenswert, ‚Nation‘ und Nationalstaat in der beschriebenen Weise hochzuhalten. Trotz allem Individualismus und trotz der angeblichen Gleichheit der Menschen am Markt bestärkt auch der (Neo-) Liberalismus immer wieder den Glauben an angeblich natürliche ’nationale‘ und ‚kulturelle‘ Unterschiede zwischen den Menschen. Auch wenn Hank selbst nicht ausgrenzend argumentiert, so stellt sein Denken damit doch Einfallstore für ausgrenzendes Denken bereit.“

Aber nicht mit uns! 😉

Dass die FAZ mittlerweile sogar für Real-Satire taugt, zeigt dieser von den NachDenkSeiten aufgespießte Artikel, der einfach mit „Traumfrau“ überschrieben ist:
„Der Schlüssel zu einer Antwort ist ein sehr persönlicher Satz, der persönlichste im Verlauf der Flüchtlingskrise und vielleicht ihrer ganzen Amtszeit. ‚Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt noch anfangen müssen, uns dafür zu entschuldigen, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land‘, sagte [Merkel] im September. ‚Dann ist das nicht mehr mein Land‘: Damit deutete sie die Möglichkeit an, dass sie dem Volk ihr Vertrauen auch entziehen könnte.“

JK merkt dazu an: „Ein völlig irrer Artikel des FAZ-Schreibers Ralph Bollmann.“

Die Schreibweise „Real-Satire“ verwendete ich deswegen:

Nach dem Aufstand des 17. Juni // Ließ der Sekretär des
Schriftstellerverbands // In der Stalinallee Flugblätter verteilen //
Auf denen zu lesen war, daß das Volk // Das Vertrauen der Regierung
verscherzt habe // Und es nur durch verdoppelte Arbeit //
Zurückerobern könne. Wäre es da // Nicht doch einfacher, die Regierung // Löste das Volk auf und // Wählte ein anderes?

(Bertolt Brecht)

Und wenn wir schon Kämpferisches lesen:
Sebastian Puschner: „Unser Freund, der Neoliberalismus“

Auf gute Diskussionen! 😉

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

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