Archive for the Veranstaltung Category

Schmusekurs oder Konfrontation?

Posted in Gesprächskreistermine, Veranstaltung on 13. Mai 2014 by denknachmainz

Zum Verhältnis von Politik und Medien

Referent: Prof. Dr. Armin Scholl, Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster

Donnerstag, 15. Mai 2014, 19:00 Uhr
LOMO Buchbar, Am Ballplatz 2, 55116 Mainz

Der Verein Linkswärts e.V. lädt ein in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland-Pfalz

Das Verhältnis von Politik und Medien ist komplex und kompliziert. Komplex ist es deshalb, weil man nicht einfach einen Einfluss von der Politik auf die Medien oder von den Medien auf die Politik behaupten oder gar nachweisen kann. Es handelt sich vielmehr um Wechselwirkungen, die je nach Situation unterschiedlich sind. Zum einen ist die Beziehung zwischen Medien und Politik oft sehr eng, was als “Schmusekurs” kritisiert werden kann. Zum anderen ist sie aber auch sehr distanziert, was als Konfrontation und „vierte Gewalt“ kritisiert wird, weil die Medien keine staatsrechtliche Legitimation haben, politische Entscheidungen direkt zu beeinflussen, sondern nur indirekt über ihren Beitrag zur Meinungsbildung der Bürger/innen.

Kompliziert ist das Verhältnis, weil es aus allen (politischen) Richtungen kritisiert wird. Es gibt rechte wie linke Medienkritik, die beide einen starken Einfluss der Medien auf die Politik unterstellen.

Der Vortrag sortiert zunächst das Problemfeld: Wie kann man sich typische Wechselwirkungen vorstellen? Worin besteht der Unterschied zwischen rechter und linker Medienkritik? Wie groß ist der Einfluss der Medien auf die Politik, aber auch umgekehrt: Wie groß ist der Einfluss der Politik auf die Medien?

Danach sollen aus den Antworten auf die Fragen einige politische Schlussfolgerungen abgeleitet werden. Diese ergeben sich aus der Kritik an den (etablierten) Medien sowie aus der Kritik an der (etablierten) Politik. These: Wer bewegungsorientierte Politik macht, muss sich auch eigene (alternative) Medien schaffen, um Einfluss auf die etablierte (parlamentarische) Politik und auf die etablierten Medien zu bekommen.

Diese Veranstaltung wird außerdem bisher unterstützt von: AStA Uni Mainz, attac Mainz, attacCampus Mainz, DFG-VK Mainz, diskursiv Mainz, Medien und Kultur e.V. Mainz, NachDenkSeiten-Gesprächskreis Mainz

Flyer zum Download (PDF-Datei)

Das Grundeinkommensexperiment in Namibia

Posted in Veranstaltung on 3. April 2013 by denknachmainz

Herbert Jauch (Windhoek, Namibia) und Werner Rätz (Bonn) gehen auf Vortragsreise zum Grundeinkommen in Namibia. Vom 8. bis 12. April 2013 berichten die beiden in fünf deutschen Städten über die aktuelle Entwicklung des Grundeinkommensexperiments in der Gemeinde Otjivero/Namibia.

Herbert Jauch ist Mitglied der Basic Income Grant Coalition in Namibia, die sich für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in Namibia einsetzt, um die Armut zu bekämpfen und die Wirtschaftsentwicklung im ganzen Land zu fördern. Zusammen mit Werner Rätz wird er die Zuhörer mitnehmen auf eine Reise nach Afrika, in eine kleine Welt mit Grundeinkommen, die Vorbild für Afrika und Länder anderer Kontinente sein könnte.

Nach wie vor findet das Projekt bedingungsloser sozialer Absicherung in Otjivero, Namibia, international große Aufmerksamkeit. Herbert Jauch wird die Geschichte der Grundeinkommensidee in Namibia vortragen sowie die Ergebnisse des Pilotprojekts würdigen. Trotz der sehr positiven Resultate wurde ein Grundeinkommen in Namibia bisher nicht eingeführt und der Referent wird kritisch analysieren, welche internen und externen Faktoren dazu beigetragen haben. Er wird auch aufzeigen, welche Möglichkeiten ein Grundeinkommen in afrikanischen Ländern wie Namibia bietet.

Werner Rätz von der attac-AG „Genug für Alle“ (kurz GfA) wird den Vortrag in den allgemeinen Rahmen der entwicklungspolitischen Debatte um Sozialgeldtransfers einordnen. Angesichts der aktuellen Armutsentwicklung auch in einigen Staaten der Europäischen Union geht er der spannenden Frage nach, ob Erfahrungen mit Modellen eines bedingungslosen Mindesteinkommens auch in Industrieländern nutzbar wären. Das Europaparlament hatte schon 2008 einen entsprechenden Prüfauftrag an die Europäische Kommission gegeben.

Die attac-AG „Genug für Alle“ organisiert als Veranstalter in Kooperation mit attac Mainz, attac Rüsselsheim, Linkswärts. e.V., der Mainzer Initiative gegen HARTZ IV sowie mit dem NachDenkSeiten-Gesprächskreis Mainz den Vortragsabend:

am 12. April 2013 um 19:30 Uhr in Mainz

im Wolfgang-Capito-Haus, Gartenfeldstr. 13-15, 55118 Mainz.

Weiter Termine der Speakers’ Tour:

8.4.2013, 19:00 Uhr in Bonn – DGB-Haus, Endenicher Allee 127, 53115 Bonn
9.4.2013, 19:30 Uhr in Bremen – DGB-Haus, Bahnhofsplatz 28, 28195 Bremen
10.4.2013, 18:00 Uhr in Magdeburg – DGB-Haus, Otto-von-Guericke-Str. 6, 39104 Magdeburg
11.4.2013, 19:30 Uhr in Ludwigshafen – Verdi-Haus, Kaiser-Wilhelm-Str. 7, 67059 Ludwigshafen

Einladung zum EXTERNEN Gesprächskreis am 15.11.2012

Posted in Gesprächskreistermine, Veranstaltung on 13. November 2012 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Am Donnerstag, den 15. November 2012 treffen wir uns nicht im „Avalon“, sondern schon um (Punkt) 19 Uhr im Philosophicum auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität, wo im Hörsaal P 204 der Vortrag mit anschließender Diskussion

Gesellschaftstheorie
Arbeit und Subjektwerdung in der Moderne

mit Prof. Dr. Thomas Geisen

stattfindet.

15.11.2012 | 19:00 Uhr
Johannes Gutenberg Universität Mainz
Philosophicum Raum: P204
Eine Veranstaltung der Jenny Marx Gesellschaft. Rosa Luxemburg Stiftung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Rosa Luxemburg Club an der Uni Mainz.

Moderne Gesellschaften sind Arbeitsgesellschaften. Menschliche Arbeit nimmt hier eine abstrakte Form an, die Karl Marx als Arbeitskraft bezeichnet. Entscheidend ist nicht mehr die Tätigkeit an sich, sondern die Frage, in welchem Umfang menschliche Arbeitskraft verausgabt worden ist. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Arbeit in der modernen Gesellschaft zu einer Ware wie jede andere werden konnte.

Für Hannah Arendt hat Marx mit dieser Charakterisierung von Arbeit als Arbeitskraft die moderne Gesellschaft auf den Begriff gebracht. Ihre Kritik an Marx richtet sich vor allem auf seinen Versuch, die Fülle menschlicher Tätigkeiten auf Arbeit zu reduzieren. Im Gegensatz dazu unterscheidet Arendt das Arbeiten vom Herstellen und Handeln als verschiedene menschliche Grundtätigkeiten. Diese folgen unterschiedlichen Prinzipien und führen zu verschiedenen Resultaten. Ausgehend vom Unterschied im jeweiligen Verständnis von Arbeit setzt dieser Vortrag zu einem dialogue imaginaire zwischen Karl Marx und Hannah Arendt an und fragt nach der Handlungsfähigkeit von Menschen in einer auf Arbeit zentrierten Gesellschaft.

Dr. Thomas Geisen ist Professor für Arbeitsintegration und Eingliederungsmanagement an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Arbeit und Migration. Zuletzt sind von ihm erschienen: „Arbeit in der Moderne. Ein dialogue imaginaire zwischen Karl Marx und Hannah Arendt“ (2012) und „International Handbook of Migration, Minorities and Education“ (gem. mit Zvi Bekerman, 2012).

Weitere – aktuelle – Themen dürften sich ganz zwanglos aus den im Vortrag angeschenen  ergeben!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bartl

Einladung zum EXTERNEN Gesprächskreis am 27.09.2012

Posted in Gesprächskreistermine, Veranstaltung on 26. September 2012 by denknachmainz

Werte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
liebe Interessierte am Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreis!

Am Donnerstag, den 27. September 2012 treffen wir uns nicht im „Avalon“, sondern schon um (Punkt) 18 Uhr in der Muschel auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität, wo im Hörsaal N1 der Mehring Verlag ein

Podiumsgespräch zur

Verteidigung Leo Trotzkis

mit den Referenten David North (USA) und Mario Kessler (Potsdam)

veranstaltet.

Ungeachtet der Empfehlungen und Warnungen namhafter Historiker in Europa und den USA hat der Suhrkamp Verlag eine deutsche Ausgabe der Trotzki-Biographie von Robert Service fast unverändert herausgebracht – mit all ihren nachgewiesenen Geschichtsfälschungen, faktischen Fehlern, unseriösen Quellenangaben, Falschdarstellungen geschichtlicher Ereignisse, antisemitischen Versatzstücken.

Die Leser sollen dadurch abgeschreckt werden, sich unvoreingenommen mit der historischen Rolle Leo Trotzkis vertraut zu machen. Trotzkis Theorie der permanenten Revolution und der von ihm vertretene prinzipielle Internationalismus waren nicht nur die politische Grundlage für die Oktoberrevolution in Russland, sondern auch für seinen unbeugsamen Kampf gegen den Stalinismus. Die unlösbare weltweite Krise des Kapitalismus verleiht dieser gewaltigen historischen Leistung große Aktualität.

Die internationale Kontroverse über das Buch von Robert Service wirft ernste Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf, Fragen der historischen Wahrheit und Wahrhaftigkeit, der wissenschaftlichen Standards, der verlegerischen Integrität.

Auf dem Historikertag sprechen David North (USA) anlässlich der zweiten, wesentlich erweiterten Auflage seines Buches „Verteidigung Leo Trotzkis“ (Mehring Verlag) und Prof. Mario Kessler (ZZF Potsdam) als einer der Unterzeichner des Historikerbriefes an den Suhrkamp Verlag.

Empfang und Pressegespräch finden im Anschluss statt. Unabhängig davon wird sich der NachDenkSeiten-Gesprächskreis anschließend mit dem Thema wohl auch noch im Kulturcafé („Q-Kaff“) am Forum der Uni befassen.

Das fragwürdige Buch von Robert Service ist übrigens zurzeit bei der Buchhandlung Zweitbuch in Wiesbaden (Am Michelsberg) für den reduzierten Preis von 14,99 Euro erhältlich.

Ein weiteres Thema wird natürlich der UmFAIRteilen-Aktionstag am kommenden Samstag, den 29.09.2012 sein, der neben der Großdemo in Frankfurt/Main auch in Mainz (etwa) zwischen 12 und 16 Uhr auf dem Schillerplatz (Grüne Jugend, Linksjugend [’solid], Mainzer Initiative gegen HARTZ IV u.a.m.) begangen wird.

Karl-Heinz Brodbeck zur Herrschaft des Geldes

Posted in Veranstaltung on 11. Juni 2012 by denknachmainz

Werte MitstreiterInnen,
liebe InteressentInnen des Mainzer NachDenkSeiten-Gesprächskreises!

Ich möchte Euch nochmal daran erinnern, dass Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck morgen in einer Woche seinen Vortrag „Die Herrschaft des Geldes“ halten wird. Am Dienstag, den 19. Juni 2012 morgens um 10 Uhr c.t., im Hörsaal P 1 im Philosophicum an der Johannes Gutenberg-Universität ist es soweit. Wer arbeiten muss, sollte also rechtzeitig Urlaub genommen haben, um diesen bahnbrechenden Vortrag nicht (nochmal) zu versäumen!

Uni-Lageplan (Das Philosophicum trägt die Markierung „D“.)

Im Anschluss noch die Infoseite des Philosophischen Seminars.

Viele Grüße
Manfred

Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck – Vortragsexposé – Sommersemester 2012
Gastvortrag des Philosophischen Seminars im Rahmen von Prof. Dr.
Stephan Grätzels Vorlesung „Grundlagen der Praktischen Philosophie“

Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck (Würzburg)

Die Herrschaft des Geldes

Dienstag, 19. Juni 2012, 10:15 Uhr, Hörsaal P 1 (Philosophicum)

Dass das Geld die Welt regiert, ist eine alte römische Spruchweisheit. Doch der Blick auf die äußeren Geldformen, auf die Banken und Finanzmärkte, deren Herrschaft über die Volkswirtschaften weltweit heute kaum mehr im Zweifel steht, liefert nur einen oberflächlichen, ersten Eindruck der tatsächlichen Herrschaft des Geldes. Das Geld ist der Sprache auf eine innere Weise verwandt: Man kann die Sprache nicht wissenschaftlich erklären, ableiten oder rekonstruieren. Jeder dieser Versuche bewegt sich schon innerhalb der Sprache und setzt sie voraus. Dass es sich beim Geld nicht nur um eine analoge Struktur handelt, sondern dass Sprache und Geld tatsächlich aus einer gemeinsamen sozialen Grundstruktur ihren Inhalt und ihre Bedeutung gewinnen, das soll in einer systematischen Entfaltung dargestellt werden. Dass die Sprache die menschliche Subjektivität formt, den Menschen in ein zoon logon verwandelt und der Begriff der Vernunft sich aus dem Vernehmen des inneren Selbstgesprächs entfalten lässt, wurde in der Geschichte der Philosophie auf vielen Wegen erörtert, keineswegs erst im linguistic turn am Anfang des 20. Jahrhunderts. Der ganz andere Gedanke, dass die Rechnung in Geld daneben und darin noch eine ganz andere Form der Subjektivität ausbildet – das Geldsubjekt mit der ihm eigentümlichen Ratio, dem „rechnenden Denken“ –, bleibt bislang eine bestenfalls erahnte Beziehung. Tatsächlich herrscht das Geld nicht einfach als ein äußeres Verhältnis über die Menschen kraft der ihm eigentümlichen Verdinglichung, wie Marx diagnostizierte. Das Geld herrscht als Subjektform im menschlichen Subjekt. Der Logos der Sprache wurde in der Moderne mehr und mehr durch die Ratio der Rechnung überlagert. Dieses innere Subsumtionsverhältnis ist die wahre Bewegungsform der äußerlich erscheinenden Geldherrschaft. Eine Reform der Wirtschaft ist – so lautet die sich daraus ergebende Diagnose – nur möglich durch eine Reform des Bewusstseins, durch die Erkenntnis der Herrschaft des Geldsubjekts in seinen charakteristischen Formen der Denkmechanik, in der sich die Wissenschaften, allen voran aber die Ökonomik, in der Moderne bewegen. Eine Reform der Gesellschaft, der Irrwege der technischen Herrschaft und ihrer ökonomischen Bewegungsform gelingt nur durch eine kritische Selbstreflexion – nicht einfach der Vernunft, sondern jenes innerlich herrschenden Teils des rechnenden Denkens, der das Dogma der Moderne ausmacht. Das Geld hat auch das Geldsubjekt globalisiert, so dass diese kritische Selbstreflexion heute nur noch durch einen interkulturellen und interreligiösen Diskurs möglich ist.

Literaturhinweise

Karl-Heinz Brodbeck: Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie. Eine philosophische Kritik der modernen Wirtschaftswissenschaften, 5. Aufl., Darmstadt 2009 (WBG).

Karl-Heinz Brodbeck: Die Herrschaft des Geldes. Geschichte und
Systematik, Darmstadt 2009 (2. Auflage) (WBG).

Karl-Heinz Brodbeck: Buddhistische Wirtschaftsethik. Eine Einführung, 2. Aufl., Berlin 2011 (edition steinrich).

Weitere Texte auf Prof. Brodbecks Homepage

Nur am Rande: Schön, dass er meinen Beitrag für die Mainzer Initiative
gegen HARTZ IV zu seinem Vortrag 2011 als „Presse“-Resonanz in der
Liste seiner vergangenen Vortragsveranstaltungen verlinkt hat 😉

Externer Gesprächskreis am 26. Januar

Posted in Gesprächskreistermine, Veranstaltung on 5. Januar 2012 by denknachmainz

Am Donnerstag, den 26. Januar 2012 verlegen wir den NachDenkSeiten-Gesprächskreis aus gegegebem Anlass auf die Showbühne Mainz! Johano Strasser, Präsident des P.E.N.-Zentrums Deutschland, hält einen Vortrag zum Thema

Transformation 3.0
Raus aus der Wachstumsfalle

Die Weltfinanzmarktkrise und die Konsequenzen aus der Reaktorkatastrophe in Japan beleben derzeit die Debatte um wirtschafts- und gesellschaftspolitische Alternativen. Wachstum als Heilsbotschaft des letzten Jahrhunderts und Sinnbild für eine gute Zukunft stößt längst an seine Grenzen. In der Wachstumsdebatte spiegelt sich die Krise der europäischen Moderne wieder – die Herausforderung einer sozialen Bändigung des globalen Kapitalismus ebenso wie des gerechten Umgangs mit der Endlichkeit unseres Planeten und seinen knappen Gütern. Ohne einen neuen Fortschritt geraten wir immer tiefer in die Geiselhaft von Wachstum. Die Alternative heißt Nachhaltigkeit. „Wir brauchen dringend eine Ökonomie des Vermeidens“ – Johano Strasser entwirft eine konkrete Vision, um den globalen Kapitalismus sozialökologisch zu bändigen: hin zu angepasster Mobilität, dezentraler Energie und einem effektiven Weltfinanzsystem; hin zu humanen Maßstäben für Wirtschaft und Lebensqualität. Es handelt sich hierbei nicht um eine ideologische Debatte. Es geht auch nicht in erster Linie um Verzicht. Es geht um das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Substanz und Verbrauch, um den offensichtlichen Widerspruch zwischen Produktions- und Lebensweisen und der Endlichkeit der Ressourcen und ihrer Belastungsgrenzen. Und es geht um die harte Frage der Verteilung in der Gesellschaft, im Weltmaßstab, zwischen den Generationen.

Der Vortrag basiert auf dem kürzlich erschienenen Buch von Michael Müller und Johano Strasser „Transformation 3.0„.

um Punkt 19 Uhr in der Showbühne Mainz

Große Bleiche 17, 55116 Mainz

Weitere Informationen und Anmeldeformular unter: www.fes.de/mainz/

PDF-Flyer zum Download bei der Showbühne Mainz

Johano Strasser ist – wie Albrecht Müller von den NachDenkSeiten auch – ein SPD-kritisches Immer-noch-SPD-Mitglied. Im Zusammenhang mit seinem Buch „Leben oder Überleben“ habe ich in Wiesbaden mit ihm gesprochen und ihn nach dem dortigen Referat auch zum Wiesbadener Hauptbahnhof begleitet, sodass er mir von seinem Studium an der Mainzer Universität und dessen autobiographischen Begleitumständen erzählen konnte. Johano Strasser ist als P.E.N.-Präsident, Hartz-(IV-) und Sarrazin-Kritiker, als Politiker und vor allem als Schriftsteller und Mensch eine wichtige Stimme in Deutschland, die anzuhören wir uns nicht entgehen lassen dürfen!

Einladung zum Vortrag von Heinz Bontrup in Wiesbaden

Posted in Gesprächskreistermine, Veranstaltung with tags , , , , , on 11. Mai 2011 by denknachmainz

Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Mainz kommt immer am 2. Donnerstag jedes Monats zusammen, wäre also am Donnerstag, den 12. Mai 2011… An diesem Abend ist aber der Vortrag von Prof. Dr. rer. pol. Heinz-J. Bontrup: „Die Wirtschaft ist für den Menschen da, nicht umgekehrt„, der natürlich zum Programm des NachDenkSeiten-Gesprächskreises Mainz gehören muss!

Bontrup ist Dipl.-Ökonom und Dipl.-Betriebswirt, Hochschullehrer für Wirtschaftswissenschaft mit dem Schwerpunkt Arbeitsökonomie an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen, den Lesern der NachDenkSeiten vor allem als Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik („MEMORANDUM„) bekannt und Autor des Buches „Arbeit, Kapital und Staat„.

In seinem Vortrag beschreibt Bontrup die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, analysiert die Ursachen der seit 2008 in verschiedenen Formen zutage tretenden Krise des Kapitalismus und zeigt Alternativen zur neoliberalen Politik auf, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen veranstaltet den Vortrag um 19:30 Uhr im großen Saal des Georg-Buch-Hauses (Wellritzstraße 38a, Wiesbaden).

Ein Vorabtreffen kann nur dergestalt stattfinden, als ich schon gegen 19:00 Uhr dort sein werde. Wenn sich hinterher noch eine Gelegenheit mit Herrn Bontrup in Wiesbaden zu sprechen ergibt, sollten wir diese nutzen. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt die Gäste ihrer Veranstaltungen gerne noch zur Plauderrunde in eine naheliegende Gaststätte ein. Wenn nicht, kann der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Mainz in eigener Regie entscheiden, sich noch irgendwo in Wiesbaden oder auch in Mainz zusammenzusetzen, um den Vortrag Revue passieren zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen und hoffentlich bis Donnerstag!
Manfred Bartl
NachDenkSeiten-Gesprächskreis Mainz